Kultur in Deutschland
Um die deutsche Sprache zu verstehen, ist es wichtig, sich mit der Kultur eines deutschsprechenden Landes und seinen Bewohnern auseinander zu setzen. Die Traditionen, Bräuche und Sitten, aber auch der Geschichte, Literatur, Kunst und Musik Deutschland geben einen tiefen Einblick in die Mentalität und Kultur der Deutschen.
Architektur
Deutschland bietet eine vielfältige Architektur. Viele Gebäude sind noch aus der römischen Antike erhalten wie unter anderem das Römische Theater Mainz oder ebenfalls das Porta Nigra in Trier. Aus der romanischen Baukunst ist zum Beispiel der Mainzer Dom. Weitere Gebäude im gotischen Baustil gibt es in vielen größeren Städten zu besichtigen. Das bekannteste ist der Kölner Dom. In der Renaissance sind die Schlossbauten in Dresden, Berlin und Torgau entstanden. Im Barock-Stil zeigen sich die Bauwerke wie das Schloss Charlottenburg in Berlin. In der Stilepoche des Historismus wurde das sehr bekannte Schloss Neuschwanstein sowie der Berliner Dom erbaut.
Literatur
Die Deutsche Literatur geht bis ins Mittelalter zurück. Ein bekannter Lyriker aus dieser Zeit ist Walther von der Vogelweide. Weitere sehr berühmte Schriftsteller sind Johannes Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller sowie die Autoren Gebrüder Grimm. Im 20. Jahrhundert erhielten viele deutsche Schriftsteller wie Thomas Mann, Hermann Hesse, Heinrich Böll und Günter Grass den Nobelpreis für Literatur.
Geschichte
Erste Spuren hinterließen bereits die Neandertaler vor etwa 130.000 Jahren, bis später von Afrika der Homo sapiens einwanderte. Weitere schriftliche Erwähnungen lassen darauf schließen, dass Deutschland etwa 1000 v. Chr. von Germanen und Kelten besiedelt war. Von ca. 50 v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert gehörten Teile Deutschlands zum Römischen Reich. Schließlich wurde der fränkische König Karl der Große 800 n. Chr. zum Kaiser des Römischen Reiches gekrönt.
Mit der Regierung der Habsburger im 13. Jahrhundert bestand Deutschland nur aus einzelnen kleinen Ländern. Im 16. Jahrhundert folgte die Glaubensspaltung. Martin Luther veröffentlichte seine 95 Thesen in Wittenberg. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) endete mit der Gleichsetzung der katholischen, lutherischen und reformierte Konfession.
Friedrich der Große regierte von 1740-1786 und Preußen stieg zur europäischen Großmacht auf. 1871 wurde der preußische König Wilhelm I. zum Kaiser gekrönt. Mit der Verdrängung Österreichs entstand eine vereinigte Deutsche Nation. Wilhelm II. führte das Deutsche Reich in den Ersten Weltkrieg (1914-1918). Ein Jahr nach Kriegsende wurde der Friedensvertrag von Versailles abgeschlossen. Kaiser Wilhelm II. dankt ab und es wird die Weimarer Republik gegründet.
1933 beginnt der Nationalsozialismus mit dem Aufstieg Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Die NS-Diktatur setzte mit dem Ermächtigungsgesetz ein. Mit dem Angriff auf Polen startete Hitler 1939 den Zweiten Weltkrieg. Zudem fielen dem Holocaust Millionen von Juden zum Opfer. 1945 endete der Krieg mit der Besatzung Deutschlands durch die Alliierten. 1949 wurde daraufhin die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Mit dem Mauerbau 1961 beginnt der Kalte Krieg und trennt Deutschland in West- und Ostdeutschland. Ebenfalls die Hauptstadt Berlin wird durch eine Mauer geteilt. 1989 kommt es durch Aufstände in der DDR zum Mauerfall. Ein Jahr später kommt es zur Wiedervereinigung Deutschlands.




