Kultur in Kanada
Überblick Kultur
- Etwa 1,2 Mio. Menschen gehören zur Urbevölkerung Kanadas
- Über 600.000 verschiedene Indianerstämme
- Gegenwärtig existieren noch Traditionen und Bräuche
- Französische und britische Kolonien
Um die englische Sprache zu verstehen, ist es wichtig, sich mit der Kultur eines englischsprechenden Landes und seinen Bewohnern auseinander zu setzen. Die Traditionen, aber auch die Geschichte, Literatur und Musik Kanadas geben einen tiefen Einblick in die Mentalität und Kultur der Kanadier.
Urbevölkerung Kanadas
Die Urbevölkerung Kanadas unterteilt sich in die indigene Bevölkerung, die Inuit und die Métis. Etwa 1,2 Millionen Menschen, also gerade mal 3,8 Prozent der Bevölkerung, gehören der Ureinwohnervölker an.
Davon zählt etwa die Hälfte zu den, vom Staat anerkannten, 600.000 Indianerstämmen. Die indigenen Völker lassen sich wiederum in verschiedene Kulturgebiete einordnen. Die Indianer lebten unter anderem an der Westküste Kanadas, im Zentrum und im Nordwesten sowie im Gebiet der Großen Seen bis Neufundland.
Aufgrund der Kolonialherrschaft ging die Anzahl der Urbevölkerung Kanadas stark zurück. Viele starben an den von Europäern eingeschleppten Krankheiten. Trotz der geringen Anzahl diverser Stämme heutzutage werden Traditionen und Bräuche immernoch gepflegt.
Geschichte
Die ersten Bewohner Kanadas waren die Indianer, die bereits 12.000 v. Chr. das Land besiedelten. Daraufhin kamen ca. 5000 v. Chr. die Inuit. Die Wikinger waren die ersten Europäer, die etwa 1000 v. Chr. auf Neufundland lebten. Der Franzose Jacques Cartier erhob 1534 erstmals Gebiete in Kanada als französischen Landbesitz. Anfang des 16. Jahrhunderts gründetete Samuel de Champlain die Stadt Québec. In den folgenden Jahren siedelten immer mehr Franzosen nach Kanada aus. 1670 kamen ebenfalls britische Siedler ins Land.
Nach friedlichen Jahrzenten begann in 1745 letztlich ein siebenjähriger Krieg zwischen Engländern und Franzosen. Schließlich gewann England. 1763 wurde der Pariser Frieden beschlossen und Frankreich musste seine Besitzansprüche Großbritannien überlassen. Nach dem Unabhängigkeitskrieg der USA (1775-1783) erlebte Kanada die erste Einwanderungswelle von britischen Loyalisten. 1812 bis 1814 folgte dann der Britisch-Amerikanische Krieg, der ergebnislos endete und mit dem Friede von Gent verabschiedet wurde.
1867 erfolgte die Kanadische Konföderation und Kanada wurde von Großbritannien als Bundesstaat erklärt, der nun gegenüber Großbritannien Eigenständigkeit verfügte. Bis 1912 hatten sich (bis auf Neufundland in 1949) alle Provinzen der Konföderation angeschlossen. Kanada wurde 1931 freiwillig ein Mitglied des Commonwealth.
Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte Kanada eine große Einwanderungswelle aus Europa, Indien, Fernost, Arabien und der Karibik. Weiterhin folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung und gewisser Wohlstand. Es wurden Landesverträge mit den Ureinwohnern geschlossen, die Teile an Landesflächen im Norden zurückbekamen. Ferner gab es Spannungen zwischen dem englischsprechenden Kanada und der französischen Provinz Québec, die mehr Unabhängigkeit forderte. Diese jedoch wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt.




