Kultur in England
Überblick Kultur
- Aufgrund der Geschichte vielseitige Architektur
- Faszinierende Bauwerke
- Ursprung berühmter Schriftsteller und Dramatiker
- Vielfältige Musikrichtungen
Um die englische Sprache zu verstehen, ist es wichtig, sich mit der Kultur eines englischsprechenden Landes und seinen Bewohnern auseinander zu setzen. Die Traditionen und Bräuche, aber auch die Geschichte, Literatur und Musik Englands geben einen tiefen Einblick in die Mentalität und Kultur der Engländer.
Architektur
Bereits die Megalithkulturen hinterließen mit den Steinzirkeln Stonehenge und Avebury faszinierende jungsteinzeitliche Monumente. Zahlreiche Bauwerke aus der Römerzeit findet man in den Städten, die die Römer erbaut haben. Insbesondere die Thermen in Bath sind einen Besuch wert.
Ferner errichteten die Angelsachsen sehenswerte Kirchen und Gebäude. Aufgrund der normannischen Eroberung entstanden zu dieser Zeit ebenfalls einzigartige Bauwerke wie der Tower of London. Weitere spätere erschaffene Bauwerke sind vom Architekt Sir Christopher Wren die Kathedrale St Paul’s Cathedral oder der Palace of Westminster, entworfen von Charles Barry.
Literatur
Es gibt zahlreiche berühmte Schriftsteller, die hervorragende Werke schufen. Einer der bekanntesten ist wohl mit Abstand der Dramatiker William Shakespeare (1564-1616). Er schrieb viele bekannte Werke, die heute zur Weltliteratur gehören und verfilmt wurden.
Musik
Die englische Musik bietet eine Vielzahl an Stilrichtungen und trug viel zur Musikwelt bei. Die bekannteste und erfolgreichste Musikgruppe weltweit sind bis heute The Beatles aus Liverpool. Die Rockband verkaufte über 1,3 Milliarden Tonträger. Ebenfalls berühmt und seit Jahrzehnten sehr erfolgreich sind The Rolling Stones.
Geschichte
Die ersten Bewohner Englands waren die Megalithkulturen rund 4000 v. Chr. Diese schufen die mysteriösen Steinzirkel von Stonehenge und Avebury. Etwa 800 v. Chr. wandererten Kelten aus Mitteleuropa und brachten die gälische und bretonische Sprache mit auf die Insel. Danach kam Julius Cäsar ca. 43 n. Chr. und die Römer nahmen England, bis zum Ende des römischen Reiches, unter ihrer Macht.
Es folgte die Einwanderung germanischer Völker wie Angeln, Sachsen und Jüten, die daraufhin im siebten Jahrhundert angelsächsische Königreiche schufen. Danach kamen überwiegend dänische Wikinger nach England und übernahmen die militärische Herrschaft. Im elften Jahrhundert erreichte Wilhelm der Eroberer mit seiner normannischen Armee die Südküste Englands und eroberte von dort aus das Land.
In den nächsten Jahrhunderten folgten der Hundertjährige Krieg mit Frankreich sowie etliche Konflikte zwischen Thronfolgern und letzlich den Krieg zwischen Kirche und Krone. Im 16. Jahrhundert führten die Eheprobleme von Heinrich VIII zum Bruch mit der römisch-katholischen Kirche. Das Parlament erklärte ihn als Oberhaupt der Church of England.
Des Weiteren sicherte sich England zahlreiche Kolonien an der amerikanischen Küste, die Ostindien-Kompanie sowie Kanada und Australien. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich England zum industriellen Zentrum. In den Midlands entstanden Industriestädte und trieben den weltweiten Handel an. Großbritannien war zu Zeiten von Königin Viktoria (1819-1901) die größte Macht der Welt.
Im zweiten Weltkrieg zählte England zu den Alliierten und trug einen großen Teil zum Sieg gegen das Dritte Reich bei. Im Gegensatz dazu erlangten immer mehr Kolonien wie Indien, Malaysia und Kenia ihre Unabhängigkeit.




