Kultur in Italien

Um die italienische Sprache zu verstehen, ist es wichtig, sich mit der Kultur eines italienischsprechenden Landes und seinen Bewohnern auseinander zu setzen. Die Traditionen, Bräuche und Sitten, aber auch der Geschichte, Literatur, Kunst und Musik Italiens geben einen tiefen Einblick in die Mentalität und Kultur der Italiener.

Anhand der italienischen Geschichte wird deutlich, dass Italien und seine Bewohner in der Vergangenheit von verschiedenen Kulturen beeinflusst und geprägt worden sind. Alle haben Spuren ihrer Existenz hinterlassen und die italienische Kultur zu dem gemacht, was sie heute ist.

Architektur

Italien kann eine Vielzahl an außergewöhnlichen Bauwerken aufweisen. Das Kolosseum in Rom, der Dom von Florenz sowie der Mailänder Dom sind einige der attraktivsten Sehenswürdigkeiten in Italien. Der einzigartige Schiefe Turm von Pisa sowie die Architektur in Venedig sind ebenfalls einen Besuch wert.

Geschichte

Die ersten Bewohner Italiens waren die Etrusker, die etwa vom 8. bis 12. Jahrhundert v. Chr. die Halbinsel besiedelten. An der Südküste fand man Spuren erster Kolonien der etruskischen und griechischen Kultur. Etwa 500 v. Chr. wurde die erste römische Republik gegründet. Das römische Reich breitete sich daraufhin über Spanien und Britannien bis nach Nordafrika sowie bis in den Nahen Osten aus. Letztlich wurde es aufgrund seiner Größe in ein westliches und östliches Gebiet geteilt. 

Im Jahr 313 wurde die Haupstadt Rom nach Konstantinopel, heutiges Istanbul, von Kaiser Konstantin den Großen verlegt. Ca. 800 n. Chr. wandererten Stämme wie die Franken, Germanen und Normannen ins römische Reich ein. Sie übernahmen die Herrschaft und ernannten den Franken Karl den Großen zum Kaiser. Die Normannen vertrieben die Araber im Süden des Landes. Bis zum 12. Jahrhundert war Italien von den einmarschierten Völkern besetzt und es entstanden Rivalitäten zwischen den Städten in Norditalien. Trotz der Kriege schufen Architekten und Bildhauer im 15. Jahrhundert beeindruckende bauliche Kunstwerke. Italien wurde in den folgenden Jahrhunderten von Spanien, Österreich und Frankreich regiert. 

Im 19. Jahrhundert wurde aufgrund der politischen Bewegung von Garibaldi, Cavour und Mazzini das Königreich Italien gegründet. Trotz der Vereinigung bestanden immer noch große soziale Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien. Anfang der 20er Jahre kam der Diktator Benito Mussolini an die Macht und kontrollierte Gewerkschaften und Medien sowie wurden einige Bürgerrechte abgeschafft. Nach politischen und militärischen Misserfolgen wurde er letztlich 1945 von Partisanen erschossen. In den darauffolgenden Jahren erlebte Italien eine Regierung voller Skandale und Korruptionen. 

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