Kultur in Kuba

Überblick Kultur
  • Vielfältige Kultur durch Spanier, Afrikaner sowie indianische Ureinwohner
  • Ursprung bekannter Tänze wie der Son oder die Salsa
  • Kulturhäuser für Literaturbegeisterte
  • Vielzahl künstlerischer Veranstaltungen
  • Musik- und Filmfestivals

Kuba ist nicht nur die flächenmäßig größte Insel in der Karibik, sondern auch eine mit den meisten Einwohnern. Die Bevölkerung setzt sich aus den Vorfahren der indianischen Urbevölkerung, Spaniern sowie Afrikanern zusammen.

Die Karibikinsel bietet daher eine Vielfältigkeit an Kultur. Musik und Tanz sind wichtige Bestandteile im Leben der Kubaner. Große bekannte Tänze wie der Son, der Mambo, die Salsa, der Cha Cha Cha oder die Rumba haben hier ihren Ursprung.

Perkussion Kuba
Perkussion Kuba

Neben der Musik hat auch die Literatur auf Kuba große Bedeutung. Literaturbegeisterte des kubanichen Volkes treffen sich daher regelmäßig in den örtlichen Kulturhäusern um gegenseitig ihre Werke und Gedichte vorzutragen. Einer der bekanntesten Schriftsteller ist Ernest Hemingway. Der US-Amerikaner lebte über 20 Jahre auf Kuba.

Des Weiteren gibt es auf Kuba eine Vielzahl an künstlerischen Veranstaltungen wie das Ballettfestival, die Biennalen für plastische Künste sowie latainamerikanische Musik- und Filmfestivals. Im Dezember findet in Havanna das Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano statt. Es ist das wichtigste Filmfestival Lateinamerikas und zieht Filmfans aus der ganzen Welt an.

Geschichte

Die ersten Bewohner wanderten bereits 3500 v. Chr. auf Kuba ein und stammen aus Südamerika. Später besiedelten ebenfalls Arawak-Indianer die Insel.

Nachdem im Jahre 1492 Kolumbus Kuba entdeckt hatte, eroberte die Spanische Krone die Insel. Tausende von Indianern kamen in Kriegen mit den Spaniern und durch eingeschleppte europäische Krankheiten ums Leben. Die Anzahl der Ureinwohner sank auf etwa 5000. Folglich wurden afrikanische Arbeitssklaven nach Kuba gebracht, die auf Viefarmen sowie in der Lederherstellung arbeiten mussten.

Im 18. Jahrhundert besetzen britische Truppen die Insel. Für den Anbau von Zuckerrohrplantagen wurden weitere Zwangsarbeiter von Afrika nach Kuba verschleppt. Im Jahre 1820 war Kuba der größte Zuckerproduzent weltweit.

Die Vorherrschaft über Kuba verlor Spanien im Krieg gegen die USA in 1898. Anfang des 19. Jahrhundert erlangte Kuba seine Unabhängigkeit, unterlag aber noch militärischer Verwaltung der USA. Erster Präsident der Republik Kuba war Tomás Estrada Palma.

Im Jahre 1940 wurde Fulgencio Batista Präsident. Der Diktator bekam die völlige Unabhängigkeit Kubas von den USA. Aufgrund eines Aufstands übernahm der Revolutionsführer Fidel Castro die Position des Ministerpräsidenten 1959. Es wurde eine Land- und Agrarreform eingeführt und privater Landbesitz war somit verstaatlicht. Daraufhin veranlasste die USA ein Handelsembargo mit Kuba. Trotz Hilfeleistungen seitens Russland lag die Wirtschaft Kubas nach dem Ende der Sowjetunion am Boden.

Der Tourismus gewann immer mehr Bedeutung in Kuba. 1998 besuchte Papst Johannes Paul II. die Insel. Im Jahr 2008 gab der seit 1976 regierende Präsident Fidel Castro seine Position an seinen Bruder Raúl Castro ab.

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