Mexikanische Literatur
Prähispanische Literatur
Für jedes Volk ist es eine Notwendigkeit, Wissen weiterzugeben. Das kann beispielsweise in Form von Liedern, Geschichten oder Legenden geschehen. Wie bei vielen weiter entwickelten Zivilisationen bedienten sich auch verschiedene Indio-Völker in Mexiko einer Zeichen- und Bildersprache, um diese Geschichten schriftlich festzuhalten und an nachfolgende Generationen weiterzugeben.
Diese Lieder und Geschichten über Traditionen der indigenen Völker markieren den Anfang der mexikanischen Literatur. In den berühmten Codices der Maya und Azteken wurden später auch Informationen über das tägliche Zusammenleben, religiöse Zeremonien und Mythen festgehalten, aber auch wissenschaftliche Kenntnisse aus Bereichen wie Mathematik, Astronomie und Architektur dokumentiert. Die Codices benutzten noch nicht die späteren Hieroglyphen, sondern sind Bilderhandschriften. Leider wurden viele von ihnen während der Eroberung durch die Spanier zerstört, um die Indios ihrer Geschichte und Traditionen zu berauben und so ihre Unterwerfung zu vereinfachen.




