Spanische Kunst und Architektur
Überblick Kunst
Mozarabische und romanische Epoche
Nach der maurischen Invasion florierte die arabische Kultur und hatte großen Einfluss auf die besiegten Christen. Da beide Völker nebeneinander auf der Halbinsel lebten, vermischten sich ihre Kulturen. Diese Mischung wird heute als Mozarabisch bezeichnet.
Die Synthese der beiden Stile machte sich vor allen Dingen in der Architektur bemerkbar. Vor allem im Süden kann man dies beobachten, da dort die maurische Kultur am längsten bestehen konnte. Die berühmtesten Gebäude dieser Zeit sind die Moschee von Córdoba und natürlich die Alhambra in Granada. Der Name der Alhambra bedeuted übersetzt "rotes Schloss". Der Name stammt von der Farbe der Wände, die aus dem Ton gebaut wurde, den die Erbauer in der Umgebung fanden.
Die romanische Architektur entwickelte sich weiter nördlich, wo die christlichen Hochburgen weiterhin bestanden. Hier wurde die Architektur vor allem von italienischen und französischen Elementen beeinflusst. Als Zeichen des Christentums wurden vor allen Dingen Kirchen und Kapellen gebaut. Doch auch hier findet man einige maurische Elemente, beispielsweise gewölbte Gebäudedecken.
Bei Gemälden und Skulpturen war der romanische Einfluss wesentlich stärker als der maurische. Mozarabische Skizzen gelten als die ersten spanischen Gemälde. Sie waren jedoch nicht so weit entwickelt wie ihre romanischen Gegenstücke.
Neben Italien hat Spanien die meisten Wandgemälde und Altarbilder aus dieser Epoche. Die Bilder zeigen größtenteils religiöse Szenen, vor allem katholische Heilige, da der Katholizismus die offizielle Staatsreligion war und bis heute ist. Die Skulpturen, die in dieser Zeit entstanden, sind größtenteils Schnitzereien. Steinerne Figuren zieren vor allem Kloster und Kirchen.




