Spanische Kunst und Architektur

Renaissance

Die Renaissance-Motive aus Frankreich und Italien trafen in Spanien auf Gotik und Mudejar-Stil. Daraus entstand der Platereske Stil, die spanische Version der Renaissance. Der Name leitet sich ab von "Plata", dem spanischen Wort für Silber. Die Verzierungen sind viel zahlreicher und kunstvoller als in der italienischen Renaissance. Fantastische Beispiele für diesen Stil findet man an der Fassade der Universität Salamanca sowie im Konvent von San Marcos (León).

Der Bildhauer und Architekt Diego de Siloé, der sein Handwerk in Italien gelernt hatte, arbeitete sehr viel mit diesem Stil. Die von ihm gearbeitete Goldene Treppe (Escalera Dorada) in der Kathedrale von Burgos ist eines der besten Beispiele des Plateresken Stils. Andere bedeutende Architekten der Epoche waren Pedro Machuca, Juan Bautista de Toledo und Juan de Herrera.

Zu dieser Zeit regierte Phillip II, der ein großer Kunstliebhaber war und sie dementsprechend förderte. Bis zu dieser Zeit hatte fast jede Kunst religiösen Inhalt. Phillip gab vielen ausländischen Künstlern Aufträge in Spanien. Darunter war auch der niederländische Porträt-Maler Anthonis Mor, der viele Mitglieder des Hofes portraitierte. Zum ersten Mal wurden sekuläre Themen Bestandteil der Kunst.

Der berühmteste Bildhauer der Zeit war Alonso Berrueguete. In der Malerei machte sich El Greco einen Namen, vor allem im Manierismus, den italienische Künstler nach Spanien gebracht hatten.

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