Spanische Künstler und Architekten

Antonio Gaudí

Gaudís künstlerisches Erbe in Barcelona wird wohl so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Bizarre und verschnörkelte Gebäude, sein Markenzeichen, findet man überall in der Stadt. In seiner Architektur sind Art Nouveau und neu-gotische Elemente verschmolzen, aber auch Merkmale des Kubismus und des Surrealismus sind zu finden.

Sein Stil ist absolut einzigartig. Keiner hat es geschafft, an seine Kreativität heranzureichen. Gaudís Konstruktionen aus Stein und Eisen widersetzen sich allen Regeln von Gleichgewicht und Logik, überall findet man Wellen, runde und ungleichmäßige Formen.

Gaudí wurde 1852 als Sohn eines Kupferschmiedes in Reus geboren, einer Stadt in der Provinz Tarragona. Seine ersten Erfahrungen mit Architektur machte er an Escola Superior d'Arquitectura (Schule für Architektur, Barcelona), an der er vier Jahre lang blieb. Während dieser Zeit war er schon an Architektur-Projekten beteiligt.

Mit der Unterstützung durch seinen Gönner Eusebio Güell, einem einflussreichen Industriellen, konnte Gaudí viele Aufträge erlangen und ausführen. Viele seiner Bauwerke existieren noch heute, darunter der Palacio Güell, die Sagrada Familia, an der er 43 Jahre lang arbeitete, die aber bis heute unvollendet blieb. Erwähnenswert sind auch der Palacio de Astorga und der seltsam anmutende Park Güell (1900-1914), eine Art Garten-Stadt mit steinernen Bäumen und Mosaiken aus zerbrochenen Keramik-Fliesen.

Er war ein begeisterter Anhänger des katalanischen Nationalismus. Um seiner Heimat treu zu bleiben, lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod 1926 in Barcelona.

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