Flamenco in Spanien

Camarón de la Isla (1950 - 1992)

Camarón de la Isla, gebürtig José Monje Cruz, erhielt seinen Künstlernamen "Camarón" aufgrund seiner hellen Haut und seiner blonden Haare und "de la isla" (der Insulaner) aufgrund seiner Herkunft aus San Fernando, das auf einer Halbinsel in der Nähe von Cádiz liegt.

Schon seine Mutter war eine bekannte Flamenco-Sängerin. Im Alter von sieben Jahren fing auch er mit kleineren Auftritten an und gewann in den folgenden Jahren verschiedene Flamenco-Gesangswettbewerbe. Mit 18 veröffentlichte er sein erstes Album, begleitet auf der Gitarre von dem damals 21 Jahre jungen Paco de Lucía.Schnell folgten weitere Tonträger.

Das Album "La Leyenda del Tiempo" aus dem Jahr 1980 ist eines der erfolgreichsten von Camarón de la Isla und gilt aufgrund der enthaltenen Jazz- und Rock-Elemente gleichzeitig als Revolution des Flamenco. Camarón de la Isla ließ vollkommen neue Instrumente in seine Musik einfließen, die noch nie zuvor im Flamenco angewendet wurden: Bass, Trommeln, Schlagzeug, Keyboards, E-Gitarre, Flöte und Zither.

Im Jahr 1983 begann er eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Tomatito. Die beiden produzierten verschiedene Alben gemeinsam und traten bis kurz vor Camaróns Tod stets zusammen auf.

Am 25. Januar 1992 fand Camaróns letztes Konzert in Madrid statt, bevor er am 2. Juli im Alter von 41 Jahren in Barcelona an Lungenkrebs starb. Daraufhin begab sich ganz San Fernando auf die Straße, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

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