Klassische Musik in Spanien
Überblick Klassische Musik
Andrés Segovia (1893 - 1987)
Andrés Segovia, geboren in Linares, ist einer der bedeutendsten spanischen Gitarristen überhaupt. Im Alter von zehn Jahren bekam Segovia seine erste Gitarre und hatte von dem Moment an nur noch diese Leidenschaft. Mit zwölf Jahren zog er nach Cordoba, wo er sich schließlich nur noch seiner Gitarre widmete und bereits mit 16 sein erstes Konzert gab.
Mit der Zeit lerne Segovia viele einflussreiche Persönlichkeiten der Musik-Szene kennen, die vielfach seine Konzerte förderten. Es folgten Aufführungen in Spanien, Südamerika und im königlichen Palast von Spanien. Von 1920 bis 1935 gab Segovia Konzerte in allen großen Städten und zum ersten Mal in den USA im Jahre 1928. Er schaffte es immer wieder, sein Publikum mit seinem Gitarrenspiel zu beeindrucken.
Segovia selbst ermutigte berühmte Komponisten, klassische Werke für die Gitarre zu adaptieren. Einige dieser Komponisten waren Manuel Ponce, Heitor Villa-Lobos, Mario Castelnuovo-Tedesco und Joaquín Rodrigo.
Im Jahre 1936 floh Segovia vor dem spanischen Bürgerkrieg nach New York und Montevideo in Uruguay, wo er bis zum Ende des 2. Weltkrieges verweilte. Er gewann den amerikanischen Konzern Du Pont für sich und erfand die Nylonsaite für die Gitarre, die erstmals im Jahre 1947 angefertigt wurden.
In den 1950er und 1960er Jahre steigerte sich Segovias Erfolg sogar noch. Er gab etwa 100 Konzerte jährlich und produzierte weitere 30 Tonträger. Außerdem lehrte er an der Accademia Musicale Chigiana in Siena. Ihm ist es zu verdanken, dass an vielen Hochschulen und Konservatorien Lehrstühle für Gitarre eingeführt wurden.
Am 3. Juni 1987 verstarb Segovia schließlich in Madrid und ließ eine hohe Anerkennung der klassischen Gitarre zurück. Noch heute gibt es kaum klassische Gitarristen, die sich nicht von Andrés Segovia Gitarrenspiel beeinflussen ließen.




