Klassische Musik in Spanien

Enrique Granados (1867 - 1916)

Der spanische Komponist und Pianist ist einer der bedeutendsten Repräsentanten der etwas moderneren klassischen Musik Spaniens. Geboren in Lérida (Katalonien), studierte Granados in Barcelona unter der Leitung von Felipe Pedrell. Schon in jungen Jahren wurde er zu einem brillianten Pianisten. Ab dem Jahre 1889 lebte er dann in Barcelona unter der Beschäftigung als Konzertpianist und Lehrer.

Zu seinen erwähnenswertesten Werken gehören die zwölf Danzas Españolas sowie die Bühnenstücke María del Carmen (1898) und Goyescas (1916). Aufgrund des Ausbruchs des I. Weltkrieges konnte das Stück "Goyescas" allerdings nicht mehr verwirklicht werden. Jedoch bot sich die Metropolitan Opera an, das noch nicht vollkommene Werk aufzuführen und lud dazu den Komponisten zur sehr erfolgreichen Premiere (Januar 1916) nach New York ein.

Während der Rückfahrt nach Europa am 24. März 1916 starben Enrique Granados und seine Gattin an Bord der SS Sussex, als das Schiff von einem deutschen U-Boot bombardiert wurde und sank.

Granados Musik ist erfüllt von farbfrohen und rhythmischen spanischen Klängen der Volksmusik sowie Melodien einer einzigartigen Schönheit. Dieser besondere Musikstil lässt sich in etlichen Stücken gegenwärtiger Komponisten sowie in weiteren weltweiten spanischen Musikstücken wiederfinden.

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