Maltesisches Essen: Die 7 Gerichte, die du auf Malta probiert haben musst

Die maltesische Küche vereint mediterrane, arabische, sizilianische und britische Einflüsse zu etwas Eigenständigem. Wer Malta besucht, ohne zu essen, hat die halbe Insel verpasst.  

Malta ist klein, aber kulinarisch überraschend reichhaltig. Die Küche der Insel ist das Ergebnis von Jahrhunderten, in denen Römer, Araber, Sizilianer und Briten ihre Spuren hinterlassen haben, und trotzdem schmeckt maltesisches Essen nach nichts anderem als Malta. Frische Zutaten aus dem Mittelmeer, Gewürze aus Nordafrika, Teigwaren mit sizilianischen Wurzeln und ein Hang zur Hausmannskost, die sättigt und überrascht.

Hier sind die sieben Gerichte, die du auf Malta probiert haben solltest, und die besten Orte, um sie zu finden.

Was macht die maltesische Küche so besonders?

Die Küche Maltas ist das Ergebnis jahrhundertelanger kultureller Einflüsse, die sich mit einer lebendigen einheimischen Tradition verbunden haben. Bis heute wird dieses kulinarische Erbe von Generation zu Generation weitergegeben. Die wichtigsten Einflüsse im Überblick:

Mediterrane Einflüsse: Als Insel mitten im Mittelmeer greift Malta ganz selbstverständlich auf mediterrane Grundzutaten zurück: frischer Fisch, Olivenöl, Tomaten und eine Vielzahl aromatischer Kräuter gehören zur Basis der maltesischen Küche.

Arabische Einflüsse: Die geografische Nähe zu Nordafrika hat deutliche Spuren hinterlassen. Gewürze wie Zimt, Nelken und Muskatnuss sowie arabische Teigspeisen prägen viele Gerichte. Das beste Beispiel ist Imqaret: eine frittierte Teigtasche mit Dattelfüllung, die heute noch auf jedem Markt zu finden ist.

Sizilianische Einflüsse: Die Nachbarinsel Sizilien hat Maltas Küche stark beeinflusst. Pasta, Meeresfrüchte, Süßspeisen und Wein sizilianischer Art sind auf Malta so selbstverständlich wie in Palermo.

Britische Einflüsse: Während der britischen Herrschaft (1800 bis 1964) hinterließen die Briten nicht nur ihre Sprache auf Malta. Auch Pasteten, Cheddar und die tägliche Teatime sind heute fester Bestandteil der maltesischen Esskultur.

All diese Einflüsse bilden gemeinsam mit den ursprünglichen maltesischen Traditionen eine Küche, die so vielfältig wie die Geschichte der Insel selbst ist.

Pastizzi: Das maltesische Frühstück

Pastizzi sind herzhafte Blätterteiggebäcke, gefüllt entweder mit Erbsenpüree oder Ricottakäse. Sie gelten als das maltesische Nationalgericht schlechthin und sind auf der ganzen Insel erhältlich, vom Bäcker um die Ecke bis zum Marktstand. Warm aus dem Ofen gegessen, sind sie einer der besten und günstigsten Snacks, die Malta zu bieten hat.

Lampuki: Der Fisch, den es nur hier gibt

Lampuki ist ein Fischgericht, das nach dem gleichnamigen maltesischen Fisch benannt ist, einem Goldmakrelen-Verwandten, der in den Gewässern rund um Malta gefangen wird. Der Fisch wird typischerweise mit Gemüse oder einem frischen Salat serviert. Wer Lampuki isst, isst etwas, das es in dieser Form nur auf Malta gibt.

Bragioli: Rinderroulade auf maltesische Art

Bragioli ist das maltesische Fleischgericht: eine Rinderroulade, gefüllt mit Knoblauch, Zwiebeln und Petersilie, geschmort in einer kräftigen Tomatensauce. Das Gericht braucht Zeit, schmeckt aber danach. Für alle, die maltesisches Essen jenseits von Fisch und Gebäck entdecken wollen, ist Bragioli der richtige Einstieg.

Ftira: Maltas Antwort auf die Pizza

Ftira ist ein maltesisches Fladenbrot, das dicker und luftiger ist als die italienische Pizza und mit Olivenöl, Tomaten, Thunfisch, Kapern und weiteren frischen Zutaten belegt wird. Es ist gleichzeitig Straßenessen und Restaurantgericht und gehört zu den Dingen, nach denen Malta-Besucher zu Hause am häufigsten suchen.

Kunserva: Das Tomatenmark, das alles besser macht

Kunserva ist ein tiefroter, intensiver Tomatenaufstrich aus sonnengereiften maltesischen Tomaten. Er schmeckt süßlich und gleichzeitig würzig und wird auf Malta auf fast alles gestrichen, auf Brot, unter Ftira, als Basis für Saucen. Wer Kunserva einmal probiert hat, versteht, warum er auf Malta so allgegenwärtig ist.

Imqaret: Die süße Mischung aus Arabien und Britannien

Imqaret sind frittierte Teigtaschen mit Dattelpaste, die auf arabische Einflüsse zurückgehen und auf Malta traditionell zur Teestunde gegessen werden, also zu einer Gewohnheit, die die Briten hinterlassen haben. Diese Kombination ist typisch für die maltesische Küche: zwei fremde Kulturen, die gemeinsam etwas Neues ergeben.

Gbejna: Käsebällchen in Salzlake

Gbejna (auch Gbehniet) sind kleine Käsebällchen aus Ziegen- oder Schafsmilch, ähnlich wie Feta, aber mit eigenem Charakter. Sie werden frisch oder eingelegt serviert und passen als Vorspeise, Beilage oder in einem Salat. Wer maltesisches Essen kennenlernen möchte, findet in Gbejna einen einfachen und zugänglichen Einstieg.

Die besten Orte für maltesisches Essen

Valletta, die Hauptstadt, bietet die größte Auswahl an traditionellen Restaurants und lässt sich gut mit einem Kulturbesuch verbinden.

Mdina, die alte Hauptstadt, ist nicht nur für ihre mittelalterliche Architektur bekannt, sondern auch für Restaurants, die maltesische Küche in historischer Atmosphäre servieren.

St. Julian's ist das belebteste Viertel der Insel mit einer breiten Restaurantauswahl, von traditionell maltesisch bis international, fast immer mit Blick aufs Mittelmeer.

Marsaxlokk, das kleine Fischerdorf im Süden, ist die erste Adresse für frischen Fisch und Meeresfrüchte, direkt vom Boot in die Küche.

Fazit: Maltesisches Essen lohnt sich

Wie du hier erfahren hast, bietet die maltesische Küche eine große Vielfalt. Neben Fleisch- und Fischgerichten ist auch leckeres Brot ein Grundnahrungsmittel der maltesischen Küche. All diese leckeren Gerichte werden auf Malta immer mit regionalen und sehr frischen Zutaten zubereitet. Deshalb findest du auf Malta bestimmt etwas, das dir schmeckt.

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