Englische Modalverben

Modalverben sind diese kleinen Wörter, mit denen du weit mehr ausdrücken kannst als bloße Tatsachen - Fähigkeiten, Möglichkeiten, Erlaubnisse, Verpflichtungen und Ratschläge spielen dabei alle eine Rolle. Im Englischen sind die Modalverben "can", "could", "may", "might", "must", "shall", "should", "will" und "would", zusammen mit den quasi-modalen Ausdrücken "have to", "ought to" und "be able to". Sie verhalten sich anders als gewöhnliche Verben, und sobald du ihre gemeinsamen Regeln kennst, kannst du jedes einzelne davon sicher anwenden. Dieser Leitfaden erklärt, was Modalverben sind, was die einzelnen Gruppen bedeuten und wie man Fragen und Verneinungen bildet - mit Beispielen und einer Übersichtstabelle.

Was sind Modalverben?

Ein Modalverb ist ein Hilfsverb, das vor einem Hauptverb steht und dessen Bedeutung verändert, um auszudrücken, wie wahrscheinlich, notwendig, erlaubt oder ratsam etwas ist. Englische Modalverben haben eine Reihe von Merkmalen, die sie von gewöhnlichen Verben unterscheiden: Auf sie folgt der bloße Infinitiv, also das Verb ohne "to", wie in "she can swim", nicht "she can to swim"; sie fügen in der dritten Person Singular kein "-s" hinzu, es heißt also "he must go", niemals "he musts go"; und sie bilden Fragen und Verneinungen ganz allein, ohne "do", wie in "Can you help?" und "You should not worry". Die Ausdrücke "have to", "ought to" und "be able to" haben ähnliche Bedeutungen, folgen aber den Regeln für gewöhnliche Verben.

Fähigkeit: "can", "could" und "be able to"

Verwende "can" für die gegenwärtige Fähigkeit und "could" für die Fähigkeit in der Vergangenheit: "I can drive", "I could read before I started school". Wo "can" und "could" keine Form haben, verwende "be able to", was in jeder Zeitform funktioniert: "Ich werde morgen helfen können", "sie konnte Geld sparen". Für eine einzelne Leistung in der Vergangenheit verwende "was or were able to" oder "managed to" anstelle von "could": "Wir konnten den Zug erwischen".

Erlaubnis und Bitten: can, could, may und might

Mit "can" und "could" bittet man um Erlaubnis und erteilt sie, wobei "could" höflicher ist: "Darf ich hier sitzen?", "Darf ich eine Frage stellen?". "May" ist formeller: "May I come in?" Um eine Bitte zu äußern, sind "Could you…" und "Would you…" höflicher und zurückhaltender als "Can you…".

Verpflichtung und Notwendigkeit: must, have to und mustn't

"Must" und "have to" drücken beide eine Verpflichtung aus. "Must" spiegelt oft das eigene Pflichtgefühl des Sprechers wider, wie in "Ich muss sie zurückrufen", während "have to" auf eine äußere Regel hinweist, wie in "Passagiere müssen einen Sicherheitsgurt anlegen". Die Verneinungen unterscheiden sich deutlich, und genau das ist der Punkt, den Lernende am häufigsten übersehen: "mustn't" bedeutet, dass etwas verboten ist, wie in "Du darfst hier nicht rauchen", während "don't have to" bedeutet, dass es einfach nicht notwendig ist, wie in "Du musst nicht kommen, wenn du beschäftigt bist".
Ratschläge und Erwartungen: "should" und "ought to"
"Should" und "ought to" geben Ratschläge oder drücken Erwartungen aus: "Du solltest dich ausruhen", "Das Paket sollte heute ankommen". "Had better" ist stärker und warnt vor einer Konsequenz: "Du solltest jetzt besser gehen, sonst verpasst du es."

Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit: "may", "might", "could" und "must"

Um auszudrücken, dass etwas möglich ist, verwende "may", "might" oder "could": "Es könnte später regnen", "Sie könnte zu Hause sein", "Das könnte die Antwort sein". Um eine sichere Schlussfolgerung zu ziehen, verwende "must": "Die Lichter sind an, also müssen sie zu Hause sein."
Angebote, Versprechen und Vorhersagen: will, would und shall
"Will" dient Vorhersagen, Angeboten und Versprechen: "Es wird schön werden", "Ich werde das für dich tragen". "Would" ist die mildere, hypothetischere Form, die für höfliche Bitten und imaginäre Situationen verwendet wird: "Ich würde sehr gerne kommen", "Würdest du bitte warten?". "Shall" wird hauptsächlich in Fragen verwendet, in denen man Hilfe anbietet oder Vorschläge macht: "Soll ich das Fenster öffnen?".

Welche Funktion haben Substantive?

Modalverb Hauptverwendung Beispiel
can Fähigkeit, Erlaubnis, Bitten Ich kann schwimmen; Darf ich gehen?
could Fähigkeit in der Vergangenheit, höfliche Bitten, Möglichkeit Sie konnte schon früh lesen; Könntest du helfen?
may Erlaubnis (formell), Möglichkeit Darf ich gehen?; Es könnte regnen
might Möglichkeit Sie könnten zu spät kommen
must starke Verpflichtung, sichere Schlussfolgerung Du musst anhalten; Er muss müde sein
have to Verpflichtung durch eine äußere Regel Wir müssen uns anmelden
darfst nicht Verbot Du darfst es nicht anfassen
musst nicht Fehlen einer Notwendigkeit Du musst nicht bezahlen
solltest / solltest Ratschlag, Erwartung Du solltest dich ausruhen
werde Vorhersage, Angebot, Versprechen Ich werde helfen
würdest höfliche Bitten, hypothetisch Würde es dir etwas ausmachen?
sollen Angebote, Vorschläge Sollen wir anfangen?

Häufige Fehler

Drei Fehler kommen besonders häufig vor. Erstens: Das Hinzufügen von "to" nach einem Modalverb: Schreib "I can help", nicht "I can to help". Zweitens: das Hinzufügen von "-s" in der dritten Person: Es heißt "she should go", niemals "she shoulds
go". Drittens: das Verwechseln von "mustn't" mit "don't have to": Das erste verbietet, das zweite befreit. Wenn du auf diese drei Punkte achtest, kannst du die meisten Fehler mit Modalverben beheben.