Der sächsische Genitiv: Regeln für den Possessiv-Apostroph

Der sächsische Genitiv ist die englische Art, Besitz mit einem Apostroph auszudrücken, wie in "Annas Buch" oder "das Spielzeug der Jungs". Er gehört zu den ersten Strukturen, an denen sich Lernende oft die Zähne ausbeißen, denn im Englischen gibt es noch eine zweite Möglichkeit, nämlich die "of"-Konstruktion, und die beiden sind nicht immer austauschbar. Dieser Leitfaden erklärt, wie der Possessiv-Apostroph funktioniert, wann man "'s" statt "of" wählen sollte, wie er sich bei Pluralformen und unregelmäßigen Substantiven verhält und wie man mit Namen umgeht, die auf "s" enden. Wenn du das beherrschst, wird dein Englisch deutlich natürlicher klingen.

Was der sächsische Genitiv ist

Der sächsische Genitiv zeigt an, dass etwas jemandem oder etwas gehört. Du bildest ihn, indem du ein Apostroph und ein "s" ("'s") an den Besitzer anhängst: die Tasche des Mädchens, die Leine des Hundes, das Auto meines Bruders. Bei den meisten Substantiven im Plural, die bereits auf "s" enden, fügst du nur das Apostroph hinzu: die Taschen der Mädchen. Zuerst kommt der Besitzer, dann das Besessene - das ist die umgekehrte Reihenfolge zur "of"-Konstruktion (die Tasche des Mädchens).

Wann benutzt man „’s“ und wann „of“?

Die alte Regel, dass der sächsische Genitiv "niemals mit Objekten verwendet wird", ist zu streng. In der Praxis wird im Englischen "'s" viel häufiger verwendet, und oft sind beide Formen akzeptabel. Am sichersten ist es, sich nach der Wortklasse zu richten.

Die "of"-Konstruktion ist in diesen Fällen oft die natürlichere Wahl, obwohl "'s" im Alltagsenglisch nicht falsch ist: bei unbelebten Objekten (die Tür des Autos), bei langen oder komplexen Nominalphrasen (die Verantwortung des neuen Projektleiters), bei Werktiteln (der Titel des Buches) und bei Orten, die rein geografisch behandelt werden (die Hauptstadt von Frankreich). Der entscheidende Punkt ist, in diesen Fällen "of" zu bevorzugen, "'s" aber nicht als verboten anzusehen, da Formen wie "the book's cover" und "the city's history" völlig normal sind.

Der sächsische Genitiv im Plural

Pluralformen folgen drei klaren Regeln.

Ein regelmäßiger Plural wie "students" wird also zu "the students' essays", während ein unregelmäßiger Plural wie "children" zu "the children's games" wird. Die einzige echte Falle ist, sich daran zu erinnern, dass unregelmäßige Pluralformen (children, women, men, people) das volle "s" erhalten, da sie nicht bereits auf "s" enden.
Namen und Singular-Substantive, die auf "s" enden Bei einem Singular-Namen, der bereits auf "s" endet, sind sowohl "Charles's book" als auch "Charles' book" zulässig; die Variante mit dem zusätzlichen "s" spiegelt wider, wie es normalerweise ausgesprochen wird: "Charles-iz". Das Gleiche gilt für Namen wie James, Chris oder "the boss": "James's car" oder "James' car" sind beide in Ordnung - such dir also einen Stil aus und bleib dabei.

Häufige Fehler

Zwei Fehler kommen häufig vor. Erstens: Das Apostroph bei Pluralformen an der falschen Stelle zu setzen: Es heißt "the boys' toys" (mehrere Jungen), nicht "the boy's toys", es sei denn, es gibt nur einen Jungen. Zweitens: Bei unregelmäßigen Pluralformen nur ein Apostroph hinzuzufügen: Es heißt "the children's books", nicht "the children's' books", da "children" nicht auf "s" endet. Wenn du zuerst die richtige Substantivform kennst, ist die Verwendung des Apostrophs ganz einfach