Englische Verben: Arten, Formen und Verwendung

Verben sind Wörter, die eine Handlung, einen Zustand oder ein Geschehen ausdrücken, zum Beispiel run, be, happen. Die meisten englischen Verben haben fünf Formen: base form, -s form, past, past participle und -ing form. Dazu kommen drei Modi: indicative für Aussagen, imperative für Aufforderungen und subjunctive für Hypothetisches. Eine Sonderrolle spielt be, weil es alle Progressive Formen bildet, die in vielen Schulbüchern auch Continuous heißen.

In jedem Satz, den du auf Englisch sagst, steckt ein Verb. Die drei häufigsten sind be, have und do.

Was ist ein Verb im Englischen?

Ein Verb beschreibt eine Handlung (run, write), einen Zustand (be, seem) oder ein Geschehen (happen). Ohne Verb gibt es keinen vollständigen englischen Satz.

Beispiele:
She writes novels.
The film was excellent.
It rained all night.

Verbformen und Modi

Die fünf Verbformen

Die meisten Vollverben haben fünf Formen: base form (work), -s form für die dritte Person Singular (works), past (worked), past participle (worked) und -ing form (working). Zwei Gruppen fallen aus diesem Schema: be hat acht Formen (am, is, are, was, were, be, been, being), und Hilfsverben wie can oder must haben weder -s form noch -ing form noch past participle.

Falsch: She go to school every day.
Richtig: She goes to school every day.

Die drei Modi

Die Verbform zeigt dir, wann etwas passiert und wer handelt. Der Modus zeigt dir, welche Art von Satz du vor dir hast: eine Aussage (indicative), eine Aufforderung (imperative) oder eine Annahme (subjunctive).

Verbarten und Verbformen im Überblick

Bezeichnung Funktion Beispiele
To be Verbindet das Subjekt mit einem Zustand am, is, are, was, were
Transitiv Braucht ein direktes Objekt She ate lunch.
Intransitiv Steht ohne direktes Objekt He sleeps.
Infinitive Grundform, meist mit to to run, to learn
Imperative Drückt eine Aufforderung aus Sit down.
Subjunctive Drückt Wünsche und Hypothesen aus I wish I were taller.
Verneinung Ergänzt not zur Negation I do not know.

Wichtig: Nur transitiv und intransitiv sind echte Verbarten. Infinitive ist eine Verbform, Imperative und Subjunctive sind Modi, und die Verneinung ist eine Satzkonstruktion. In vielen Übersichten stehen sie trotzdem nebeneinander, weil du sie beim Lernen alle brauchst.

Das Verb "to be"

To be ist das häufigste und gleichzeitig das unregelmäßigste Verb im Englischen. Es verbindet das Subjekt mit einer Beschreibung und dient als Hilfsverb in allen Progressive Formen und im Passiv.

SubjektPresentPast
Iamwas
You / we / theyarewere
He / she / itiswas

Weitere Formen: been (past participle) und being (-ing form).

Beispiele:
I am a teacher.
They were at the cinema last night.
She is being very kind today.

Transitive und intransitive Verben

Ein transitives Verb braucht ein direktes Objekt, ein intransitives Verb steht ohne Objekt.

Transitiv: She ate lunch.
Intransitiv: He sleeps.

Manche Verben funktionieren in beiden Rollen: She sings (intransitiv) und She sings opera (transitiv).

Infinitiv im Englischen und Split Infinitives

Der Infinitiv ist die Grundform des Verbs, meist mit vorangestelltem to (to run, to learn). Nach Hilfsverben steht er ohne to: She can swim.

Ein Split Infinitive schiebt ein Wort zwischen to und das Verb. Das berühmteste Beispiel ist der Vorspann von Star Trek: to boldly go where no man has gone before. Früher galt das als Fehler, heute ist es allgemein akzeptiert.

Beispiele:
She wants to learn Spanish.
I plan to quickly review the notes. (Split Infinitive, akzeptiert)

Imperativ im Englischen: Aufforderungen und Anweisungen

Der Imperative drückt Aufforderungen, Anweisungen und Einladungen aus. Er nutzt die Grundform ohne Subjekt, denn das you ist mitgedacht.

Beispiele: Sit down. Close the door. Don't worry. Let's go.

Der Subjunctive

Der Subjunctive drückt Wünsche, Forderungen und hypothetische Situationen aus. Er steht oft nach Verben wie suggest, demand, insist und recommend.

Beispiele:
I wish I were taller. (nicht was)
He suggested that she take the train.
If I were you, I would accept.

Verneinung im Englischen und doppelte Verneinung

Für die Verneinung setzt du not hinter das Hilfsverb (do, be, have, will, can). Kurzformen sind im Alltag die Regel: don't, isn't, won't.

Beispiele:
I do not know. → I don't know.
She is not here. → She isn't here.

Bei einer doppelten Verneinung stehen zwei Verneinungen im selben Satz. Logisch betrachtet heben sie sich auf, in der Umgangssprache verstärken sie die Aussage. Im Standardenglisch vermeidest du sie.

Falsch: I don't know nothing.
Richtig: I don't know anything.