Kanada Reiseführer

Von der besten Reisezeit über Einreise und eTA bis zu Sehenswürdigkeiten, Festivals und kulinarischen Highlights: alles, was du für deine Kanada-Reise wissen musst.
 

Endlose Wälder, schroffe Gipfel in den Rocky Mountains und das Donnern der Niagarafälle an der Grenze zu den USA: Kanada ist ein Land, das man kaum in einem Satz fassen kann. Mit einer Fläche von 9.984.670 km² ist es das zweitgrößte Land der Erde, und fast 70 Prozent davon sind unberührte Natur. Wer hier reist, plant fast automatisch groß, und genau deshalb sind ein paar gute Kanada-Reisetipps Gold wert, egal ob du eine entspannte Städtereise oder eine ausgedehnte Kanada-Rundreise im Sinn hast.

Die Hauptstadt Kanadas ist Ottawa. Zu den größten Städten zählen außerdem Toronto, Montréal, Vancouver, Calgary und Edmonton. Dazu kommen mehr als 20 UNESCO-Welterbestätten und Naturwunder wie der Banff Nationalpark in den Rocky Mountains. Kulturell ist Kanada tief von europäischen Einwanderern geprägt, vor allem aus Großbritannien, Frankreich und Irland. In den letzten Jahrzehnten kamen große Einwanderungswellen aus Asien, der Karibik und Afrika hinzu, die ihre Traditionen mitbrachten und Teil der kanadischen Kultur wurden. So wird in Vancouver das chinesische Neujahrsfest gefeiert und in Toronto die karibische Caribana-Parade.

Geografie

Kanada erstreckt sich über den nordamerikanischen Kontinent, vom Atlantik im Osten über den Pazifik im Westen bis zum Arktischen Ozean im Norden. Im Süden und Nordwesten grenzt das Land an die USA. Diese gewaltige Ausdehnung erklärt auch, warum hier so viele Landschafts- und Klimazonen aufeinandertreffen.

Zeitzonen und Zeitverschiebung in Kanada

Weil sich das Land über so große Landmassen erstreckt, liegt Kanada in sechs verschiedenen Zeitzonen. Die Zeitverschiebung in Kanada solltest du bei der Planung von Flügen und Anschlüssen unbedingt einkalkulieren, denn zwischen der Ost- und der Westküste liegen mehrere Stunden Unterschied.

Klima und beste Reisezeit für Kanada

Kanada vereint mehrere Klimazonen: polares Klima im hohen Norden, maritimes Klima an den Küsten, kontinentales Klima im Landesinneren und gemäßigt kühles Klima. Entsprechend stark schwanken Niederschlag und Durchschnittstemperaturen. Deshalb lässt sich die beste Reisezeit für Kanada nicht pauschal festlegen, sie hängt ganz davon ab, wohin du reist.

Im Norden fallen die Temperaturen im Winter bis auf minus 40 Grad Celsius. Im Sommer sind dagegen bis zu 30 Grad möglich. Wenn du Wärme suchst, ist das Okanagan-Tal eine der wärmsten Regionen des Landes. Dieses bekannte Weintal liegt in der Provinz British Columbia und ist auch ein guter Anhaltspunkt, wenn du die beste Reisezeit für Westkanada bestimmen möchtest.

Klimatabelle Ottawa (in Grad Celsius)

  Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Höchsttemperaturen -4 °C -2 °C 3 °C 12 °C 20 °C 26 °C 27 °C 27 °C 22 °C 15 °C 7 °C -1 °C
Tiefsttemperaturen -14 °C -13 °C -8 °C 1 °C 7 °C 13 °C 15 °C 14 °C 9 °C 3 °C -3 °C -10 °C
Sonnenstunden pro Tag 2 Std. 1 Std. 3 Std. 4 Std. 5 Std. 5 Std. 6 Std. 5 Std. 5 Std. 3 Std. 4 Std. 1 Std.
Regentage 20 15 16 16 19 18 16 17 17 18 20 19

Klimatabelle Vancouver (in Grad Celsius)

  Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Höchsttemperaturen 6 °C 8 °C 11 °C 14 °C 18 °C 22 °C 23 °C 23 °C 19 °C 14 °C 10 °C 7 °C
Tiefsttemperaturen 1 °C 0 °C 3 °C 5 °C 8 °C 11 °C 12 °C 11 °C 10 °C 7 °C 4 °C 2 °C
Sonnenstunden pro Tag 2 Std. 3 Std. 4 Std. 6 Std. 7 Std. 7 Std. 10 Std. 8 Std. 6 Std. 4 Std. 2 Std. 1 Std.
Wassertemperatur 9 °C 8 °C 8 °C 9 °C 11 °C 13 °C 14 °C 15 °C 13 °C 12 °C 11 °C 8 °C
Regentage 15 14 14 11 9 7 5 5 8 12 17 17

Einreise nach Kanada: eTA und Visum

Für die Einreise nach Kanada brauchen alle Reisenden, die kein Visum benötigen, vorab eine elektronische Reisegenehmigung, die sogenannte eTA (Electronic Travel Authorization). Wir empfehlen dir, die eTA für Kanada spätestens 72 Stunden vor Abflug zu beantragen. Bei späteren Anträgen kann die rechtzeitige Bearbeitung durch die kanadischen Behörden nicht garantiert werden.

Die eTA kostet 7 CAD pro Person und ist fünf Jahre gültig. Wenn du die eTA für Kanada beantragen möchtest, brauchst du einen gültigen Reisepass, eine E-Mail-Adresse und eine Kreditkarte (Mastercard, Visa oder American Express) für die Gebühr. Das Online-Formular ist derzeit nur auf Englisch und Französisch verfügbar. Ein klassisches Kanada-Visum brauchst du nur, wenn du nicht zu den visumbefreiten Staatsangehörigen gehörst oder einen längeren Aufenthalt planst.

Währung in Kanada

Die Währung in Kanada ist der kanadische Dollar (CAD, Symbol: $). Ein kanadischer Dollar entspricht 100 Cent. Im Umlauf sind Scheine zu 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar sowie Münzen zu 1, 5, 10, 25 und 50 Cent und zu 1 und 2 Dollar. Früher gab es auch einen 1.000-Dollar-Schein. Er wurde zwar aus dem Verkehr gezogen, gilt aber weiterhin als offizielles Zahlungsmittel.

Gesundheit und Reisekrankenversicherung

Kanada hat ein sehr gutes Gesundheitssystem mit modernen Einrichtungen und gut ausgebildeten Fachkräften. Für ausländische Gäste können die Krankenhauskosten allerdings hoch ausfallen, berechnet nach Tagessätzen oder nach Art und Dauer der Behandlung. Vor der Reise solltest du deshalb prüfen, ob deine Krankenversicherung auch außereuropäische Länder abdeckt, oder eine passende Reisekrankenversicherung für Kanada abschließen.

Tipp: Bezahle im Ernstfall per Kreditkarte, nimm die Rechnung mit und reiche sie zu Hause bei deiner Versicherung ein. Das spart dir und dem Krankenhauspersonal viel Zeit und Stress.

Die Saison für das West-Nil-Fieber beginnt im Juni. Diese grippeähnliche Viruserkrankung wird durch Mücken übertragen. Da schwere Verläufe möglich sind, empfiehlt sich in dieser Zeit ein guter Mückenschutz. Ansonsten reichen für eine Reise nach Kanada in der Regel die Standardimpfungen aus. Prüfe vor der Abreise am besten die aktuellen Impfempfehlungen für dein Reiseziel.

Packliste

Damit du perfekt vorbereitet in deine Reise startest, haben wir eine Packliste für dich zusammengestellt.

Religion

Kanada hat keine offizielle Staatsreligion. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist christlich, ein großer und wachsender Teil gehört keiner Religionsgemeinschaft an. Dazu kommen muslimische, hinduistische, sikhistische, buddhistische und jüdische Minderheiten. Diese Vielfalt spiegelt die Einwanderungsgeschichte des Landes wider.

Politik

Offiziell ist Kanada eine konstitutionelle Monarchie und Teil des Commonwealth of Nations. Staatsoberhaupt ist König Charles III. Gleichzeitig ist Kanada eine repräsentative parlamentarische Demokratie und als großer Bundesstaat organisiert. Die Verfassung setzt sich aus geschriebenen Rechtsquellen und ungeschriebenem Gewohnheitsrecht zusammen.

Sprache und Kommunikation in Kanada

Wenn dich interessiert, welche Sprache in Kanada gesprochen wird: Es gibt zwei Amtssprachen, Englisch und Französisch. Durch die Charta der Rechte und Freiheiten, das Amtssprachengesetz und die Amtssprachenverordnung ist die Zweisprachigkeit offiziell verankert. Alle Bürgerinnen und Bürger können Bundesdienstleistungen auf Englisch oder Französisch in Anspruch nehmen.

Kanadierinnen und Kanadier gelten als ausgesprochen freundlich und höflich. Verwende "please" und "thank you" so oft wie möglich. Zur Begrüßung wirst du oft mit "Hi, how are you?" angesprochen. Du musst darauf nicht ehrlich antworten, ein lockeres "I'm fine, thanks. And you?" genügt völlig.

Öffentlicher Nahverkehr und Transport

Im Osten verläuft die Hauptverkehrsachse entlang des Sankt-Lorenz-Stroms durch Ontario und Québec und verbindet die großen Städte Toronto, Montréal, Québec und Ottawa. Der gesamte Norden ist kaum erschlossen. Im Westen sind die großen Städte nahe der amerikanischen Grenze durch Verkehrssysteme verbunden.

Um die weit auseinanderliegenden Provinzen zu verbinden, baute Kanada drei transkontinentale Eisenbahnlinien und mehrere Nebenstrecken. Für längere Distanzen bieten verschiedene Fluggesellschaften Inlandsflüge an.

Geschichte

Die ersten Bewohner Kanadas waren die indigenen Völker (First Nations), die das Land bereits um 12.000 v. Chr. besiedelten. Nach ihnen kamen um 5.000 v. Chr. die Inuit. Die Wikinger waren um das Jahr 1000 n. Chr. die ersten Europäer auf diesem Boden, im heutigen Neufundland.

Der Franzose Jacques Cartier beanspruchte 1534 erstmals Regionen Kanadas für Frankreich. Die Stadt Québec wurde im 17. Jahrhundert, genauer 1608, von Samuel de Champlain gegründet. In den folgenden Jahren wanderten viele Französinnen und Franzosen ein und gründeten Siedlungen. Ab 1670 kamen auch britische Siedler ins Land.

Nach einigen friedlichen Jahrhunderten begann der Siebenjährige Krieg zwischen England und Frankreich. 1763 trat Frankreich seine Besitzrechte mit dem Pariser Frieden an Großbritannien ab. Nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775 bis 1783) erlebte Kanada die erste große Einwanderungswelle britischer Loyalisten. Von 1812 bis 1814 folgte der Britisch-Amerikanische Krieg, der ohne klares Ergebnis blieb und mit dem Frieden von Gent endete.

1867 entstand mit der Kanadischen Konföderation der Bundesstaat Kanada, der nun weitgehende Autonomie von Großbritannien erhielt. Bis 1912 traten alle Provinzen bei, Neufundland folgte 1949. 1931 wurde Kanada freiwillig Mitglied des Commonwealth. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einer großen Einwanderungswelle aus Europa, Indien, Fernost und der Karibik, die einen Wirtschaftsboom auslöste. Mit den indigenen Völkern wurden Landverträge geschlossen, die ihnen Gebiete im Norden zurückgaben. Zwischen dem englischsprachigen Kanada und der frankophonen Provinz Québec, die mehr Unabhängigkeit forderte, gab es immer wieder Spannungen. Eine Abspaltung wurde jedoch mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Sehenswürdigkeiten in Kanada

Die größten Highlights des Landes lassen Reiseträume wahr werden. Zu den bekanntesten Kanada-Sehenswürdigkeiten gehören die Niagarafälle an der Grenze zu den USA und der Banff Nationalpark in den Rocky Mountains. Dazu kommen weltoffene Metropolen, in denen das ganze Jahr über Festivals gefeiert werden.

Veranstaltungen in Calgary

International Festival of Animated Objects (Januar): Jedes Jahr feiert Calgary Masken, Puppen und animierte Objekte. Künstlerinnen und Künstler zeigen kreative Inszenierungen, dazu gibt es eine Woche lang Theatervorstellungen und Workshops.

Calgary Comic and Entertainment Expo (April): Für Fans von Anime, Sci-Fi, Fantasy, Gaming, Animation und Horror genau das Richtige. Die Messe gibt es seit 2005 und dauert drei Tage.

Funny Fest Calgary Comedy Festival (Mai bis Juni): Stand-up, musikalische Comedy und allerlei unterhaltsame Auftritte. Neben den Shows kannst du Workshops und Seminare zur Kunst der Comedy besuchen.

Taste of Calgary (August): Das wohl appetitlichste Festival des Landes. Für je 1 Dollar probierst du dich durch zahlreiche Spezialitäten der Region, dazu gibt es Live-Musik.

Calgary International Film Festival (September bis Oktober): Zwölf Tage lang laufen rund 200 Filme aus etwa 30 Ländern, dazu Galas und Blicke hinter die Kulissen.

Veranstaltungen in Montréal

Igloofest (Januar): Elektronische Musik in einem Iglu-Dorf, mit lokalen und internationalen DJs und einem Schneeanzug-Wettbewerb.

Montréal En Lumière (Februar bis März): Winterwunderland mit Riesenrad, Lichtshows, Performances und kulinarischen Highlights. Höhepunkt ist die Nuit Blanche, eine Kunstnacht mit über 200 kostenlosen Veranstaltungen.

Fireworks Festival (Juni): Beim internationalen Feuerwerkswettbewerb L'International des Feux Loto-Québec zeigen große Firmen die neuesten Techniken der Pyrotechnik. Der Park selbst bietet Musik, Tanz, Theater und Sport.

Just for Laughs Festival (Juli): Das weltweit größte Comedy-Festival findet seit 1983 jährlich in Montréal statt. Bekannte Comedians und Newcomer treten unter dem Motto "Make People Happy" auf.

International Jazz Festival (September): Das jährliche Jazz-Festival zieht mehr als zwei Millionen Besucher an. Rund 3.000 Künstler geben über 650 Konzerte, viele davon kostenlos.

Veranstaltungen in Vancouver

PuSH International Performing Arts Festival (Januar bis Februar): 20 Tage lang Theater, Tanz und Musik von internationalen und nationalen Künstlern, mit insgesamt rund 150 Aufführungen.

Cloverdale Rodeo & Country Fair (Mai): Rodeos gehören zu den größten Traditionen Westkanadas. Die besten Cowboys und Cowgirls zeigen ihr Können, dazu Familienprogramm mit Streichelzoo, Go-Karts und Country-Musik.

International Jazz Festival (Juni bis Juli): Unter dem Motto "For the Love of Jazz" gibt es hochwertige Konzerte und improvisierte Musik. Außerhalb der Festivalzeit finden regelmäßig Konzerte im Frankie's Jazz Club statt.

Food Cart Festival (August): Ein Wochenende lang erlebst du die kulinarische Kultur Vancouvers, mit All-you-can-eat-Menüs, Cocktail- und Biergärten, Live-Musik und dem Street Food Showdown im Olympic Village. Wer typische Vancouver-Sehenswürdigkeiten mit gutem Essen verbinden will, ist hier richtig.

Eastside Culture Crawl (November): Rund 25.000 Besucher kommen, um die Werke von über 480 Künstlerinnen und Kunsthandwerkern zu sehen. Das Festival fördert lokale Kunst und ist komplett kostenlos.

Veranstaltungen in Ottawa

Winterlude (Januar bis Februar): Ein kostenloses Festival, das jedes Jahr rund 600.000 Besucher anzieht. Rodeln, Schlittschuhlaufen und das Bestaunen von Schnee- und Eisskulpturen gehören ebenso dazu wie ein kulturelles und kulinarisches Programm.

Tulip Festival (Mai): Eines der schönsten Events für Blumenfreunde, mit mehr als drei Millionen Tulpen. Dazu gibt es Ausstellungen, Installationen, kulinarische Erlebnisse, Familienprogramm, Feuerwerk und Führungen durch die Tulpenfelder.

Tim Hortons Ottawa Dragon Boat Festival (Juni): Das größte Drachenboot-Festival Nordamerikas mit über 200 Teams, 5.000 Paddlern und rund 75.000 Zuschauern, begleitet von Konzerten und kulturellen Auftritten.

Veranstaltungen in Victoria

Victoria Canada Day (Juli): Jedes Jahr am 1. Juli feiern die Kanadier die Gründung ihres Landes, mit Live-Musik, familienfreundlichen Events und einem großen Feuerwerk.

Dragon Boat Festival (August): Seit rund 20 Jahren findet das Festival jeden August statt. Wegen der wachsenden Beliebtheit liegen die Drachenboote schon ab Februar im Hafen. Während des Festivals locken auch das Festival of Lights, der Biergarten und die "Eye Dotting Ceremony".

Rifflandia Festival (August): Bei diesem mehrtägigen Musikfestival im Royal Athletic Park treten über 300 Künstler an mehr als zehn Spielstätten auf. Das ausgefallene Programm zieht jedes Jahr Tausende an.

Fringe Festival (August bis September): Live-Performances aus aller Welt, mit einem elektrisierenden Mix aus Spoken Word, Drama, Musical, Tanz, Comedy, Magie und Theater.

International Chalk Art Festival (September): Das größte Straßenkunst-Festival Kanadas zeigt die kulturelle Vielfalt der Innenstadt Victorias am Hafen. Du kannst Kreidekunstwerke (sogar in 3D) bewundern und dabei Live-Musik genießen, alles kostenlos.

Feiertage in Kanada

Die wichtigsten kanadischen Feiertage im Überblick:

  • Victoria Day (Fête de la Reine): der Montag vor oder am 24. Mai, traditionell zu Ehren des Geburtstags von Königin Victoria.
  • Canada Day (Fête du Canada): der 1. Juli, zur Erinnerung an die Gründung Kanadas als Staat durch den British North America Act am 1. Juli 1867.
  • Civic Holiday (Premier lundi d'août): der erste Montag im August.
  • Labour Day (Fête du travail): der erste Montag im September.
  • Thanksgiving (Action de grâce): der zweite Montag im Oktober.
  • Remembrance Day (Jour du Souvenir): der 11. November, zum Gedenken an die Kriegsveteranen.

Essen und Wein in Kanada

Beim Thema Kanada und Essen erwartet dich eine erstaunliche Bandbreite. Die Atlantikküste ist bekannt für Hummer und ähnliche Krustentiere, während sich die Westküste früher auf Wildlachsfang spezialisierte, der heute weitgehend durch Lachszucht ersetzt ist. Auch kulturelle Unterschiede prägen die Küche: In Québec ist der französische Einfluss unübersehbar, in den Prärieprovinzen schmeckt man den Mittleren Westen der USA, und im Westen wirken britische Traditionen nach.

Kanada hat zudem eigene Weinregionen, etwa auf der Niagara-Halbinsel, im Okanagan-Tal und im Südosten von Vancouver Island in British Columbia. Der Weinbau hat eine Tradition von mehr als 200 Jahren. In den 1970er Jahren setzten neue Lizenzen und Verbände stärker auf Qualität, was die Beliebtheit kanadischer Weine deutlich steigerte.

Reisefehler vermeiden

Wenn du in Kanada zelten möchtest, solltest du wissen: Wildcampen ist in den Nationalparks verboten und auch in dicht besiedelten Gegenden nicht gern gesehen. Sei außerdem vorsichtig wegen wilder Bären. Lebensmittel gehören in geruchsdichte Behälter im Auto oder mindestens vier Meter hoch in einen Baum.

In Kanada gibt es eine Verkaufssteuer von 5 Prozent, dazu regionale Steuern von bis zu 8 Prozent. Alle Preise werden ohne Steuern ausgezeichnet, die erst an der Kasse hinzukommen. Das gilt auch für Speisekarten in Restaurants.

Kauf und Konsum von Alkohol sind ab 19 Jahren erlaubt (Ausnahme: 18 Jahre in Alberta, Manitoba und Québec). Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken ist streng verboten. Er darf nur in lizenzierten Lokalen oder zu Hause konsumiert werden.

Tipps zum Trinkgeld in Kanada

Wer die Trinkgeld-Regeln aus den USA kennt, ist auch beim Trinkgeld in Kanada gut vorbereitet: Der Service ist nicht im Preis enthalten. Üblich sind rund 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags. Plane das in dein Reisebudget mit ein, dann gibt es an der Kasse keine Überraschungen, und der freundliche Service freut sich.

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