Malta erleben: Strände, Abenteuer, Unterkünfte

Dein Guide zur sonnigsten Insel des Mittelmeers, mit den besten Outdoor-Erlebnissen, Stränden und Stadtvierteln zum Übernachten.

Drei Inseln, sechs Sonnenmonate im Jahr, eine Hauptstadt, die komplett zum UNESCO-Welterbe gehört, und Englisch als Amtssprache. Malta ist klein, aber sie hat eine Dichte an Erlebnissen, die ihresgleichen sucht. Klippen, Höhlen, Wracks im Meer, goldene Strände, rote Strände, eine Blaue Lagune, ein Nachtleben, das mit Ibiza mithält, und Drehorte aus Game of Thrones. Alles auf einer Insel, die du an einem Tag von Nord nach Süd durchqueren kannst.

Egal, ob du eine Woche an den Strand willst, einen Aktivurlaub planst oder deinen Aufenthalt mit einem Englischkurs auf Malta verbindest: In diesem Guide bekommst du das ganze Paket. Die schönsten Outdoor-Aktivitäten, die fünf besten Strände der Insel und ein ehrlicher Überblick darüber, wo du am besten übernachtest, je nachdem, was du suchst.

Outdoor-Aktivitäten auf Malta: Die Insel als Spielplatz

Malta ist wie geschaffen für alle, die nicht nur am Strand liegen wollen. Klippen, Schluchten, Höhlen, Wracks im Meer und ein Klima, das fast das ganze Jahr Sport im Freien erlaubt. Hier sind die Erlebnisse, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Fahrradtouren durch die Insellandschaft

Mit dem Fahrrad lässt sich Malta entspannt und doch schnell erkunden. Auf einer Tagestour ins Landesinnere oder entlang der Küste entdeckst du Naturhighlights, die du vom Bus aus nie sehen würdest. Besonders schön sind die Routen rund um Gozo und Comino, wo der Verkehr ruhiger und die Aussicht spektakulär ist. Du kannst dich an markierte Radrouten halten oder einfach losfahren und dich treiben lassen.

Wanderungen entlang der Klippen

Maltas Wanderwege führen durch eine Landschaft, die wie für Postkarten gemacht ist. Besonders beliebt sind die Küstenwanderungen entlang der Dingli Cliffs, dem höchsten Punkt der Insel, mit fast 250 Metern Steilkante über dem Meer. Geh allein, mit Freunden oder einer geführten Gruppe. Das langsame Tempo einer Wanderung schenkt dir genau das, wofür du nach Malta gekommen bist: Ruhe, Weite und die Zeit, die Insel wirklich anzukommen.

Klettern und Bouldern an Maltas Felsen

Klettern hat sich in den letzten Jahren zum Trendsport entwickelt, und Malta ist dafür ein heimlicher Hotspot. Die zerklüfteten Felsen bieten Routen für jedes Niveau, das milde Klima erlaubt Klettern das ganze Jahr über. Zwei Spots solltest du dir merken:

Wied il-Mielaħ liegt am nördlichsten Zipfel von Gozo, direkt an der Küste. Die zerklüfteten Klippen sind anspruchsvoll und etwas für geübte Kletterer. Per Auto ist der Spot leicht zu erreichen.

Mġarr ix-Xini im Süden Gozos ist eher etwas für Sportkletterer. Mehrere Routen führen die Felswand hinauf, die direkt in eine schmale Bucht abfällt. Die Kulisse allein ist die Anreise wert.

Quad-Touren über Gozo

Du magst es motorisiert? Dann steig auf ein Quad. Die meisten Touren starten auf Gozo und führen entlang der Küste durch das ländliche Inselinnere, vorbei an Salzpfannen, alten Kirchen und versteckten Buchten. Adrenalin, Staub und ein Lachen, das du den Rest des Tages nicht mehr loswirst.

Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen

Maltas Wasser hat eine fast unwirkliche Klarheit. Sichtweiten bis 30 Meter sind keine Seltenheit. Schnorcheln kannst du an fast jeder Bucht, ohne Kurs, ohne Vorbereitung. Wer tiefer will, findet in St. Julian's und Sliema zahlreiche Tauchschulen, die von Anfängerkursen bis zum Fortgeschrittenenlevel alles anbieten.

Für erfahrene Taucher ist Malta ein Wracktauch-Paradies. Vor den Küsten von Malta, Gozo und Comino liegen Dutzende Schiffswracks, die nur darauf warten, erkundet zu werden. Das berühmte HMS Maori vor Valletta, 1942 gesunken, ist einer der bekanntesten Tauchplätze.

Bootstour zur Blauen Lagune

Eine Aktivität, die in keinem Malta-Reiseführer fehlen darf: die Bootstour zur Blauen Lagune auf Comino. Die meisten Touren starten in der St. Paul's Bay nahe St. Julian's und führen entlang der Küste vorbei an Felsformationen, Höhlen und Felsbrücken. Die Blaue Lagune selbst ist ein Naturphänomen aus weißem Sand und elektrisch leuchtendem Wasser. Tipp: Geh früh los, der Spot wird im Sommer schnell voll.

Game of Thrones-Drehorte entdecken

Maltas Tempel, Festungen und schmalen Gassen waren Kulisse für einige der ersten Game of Thrones-Szenen. An einem Tag mit dem Leihwagen kannst du sechs Stationen abklappern: Valletta, Fort Ricasoli, Fort St. Angelo, San Anton Palace, Mdina (das Königsmund der ersten Staffel) und den Verdala Palace. Ein perfekter Tagesausflug für alle, die Geschichte mit Pop-Kultur verbinden möchten.

Die fünf schönsten Strände auf Malta

Malta hat keine endlose Küste, aber jede Bucht erzählt ihre eigene Geschichte. Hier sind die fünf Strände, an denen du mindestens einmal die Zehen in den Sand stecken solltest.

1. Golden Bay

Im Nordwesten, nahe Mġarr, liegt Maltas wohl bekanntester Sandstrand. Der Name hält, was er verspricht: feiner, goldener Sand, türkisblaues Wasser und genug Platz, dass jeder seinen eigenen Sonnenfleck findet. Im Sommer voll, im Frühjahr und Herbst herrlich entspannt. Wassersport, Restaurants und Duschen vor Ort, und von St. Julian's bist du in rund 45 Minuten da.

2. Mellieħa Bay

Maltas größter Sandstrand, etwa 40 Autominuten von St. Julian's entfernt. Das Wasser fällt sehr flach ab, was ihn perfekt für Familien und alle macht, die einfach lange im Meer bleiben wollen. Die Bucht ist eingebettet in grüne Hügel und kleine Klippen, drumherum findest du Cafés, Bars und Wassersportanbieter. Ein Strand, an dem du den ganzen Tag verbringen kannst, ohne dass es langweilig wird.

3. Ramla Bay (Gozo)

Wer den Trubel hinter sich lassen will, nimmt die Fähre nach Gozo. Ramla Bay liegt im Nordosten der Schwesterinsel, etwa zwei Stunden ab St. Julian's, und überrascht mit etwas Seltenem: rötlich-orangem Sand, der einen fast surrealen Kontrast zum tiefblauen Mittelmeer bildet. Weniger touristisch, weniger laut, dafür mehr Natur und Ruhe.

4. Għajn Tuffieħa Bay

Direkt neben der Golden Bay, aber eine andere Welt. Ein paar hundert Stufen führen hinunter zu dieser Bucht zwischen majestätischen Klippen. Der Sand ist golden, das Wasser klar, und weil der Zugang etwas Anstrengung kostet, bleibt die Auslastung moderat. Bei Einheimischen ist Għajn Tuffieħa einer der beliebtesten Strände der ganzen Insel, und sobald du oben auf den Klippen stehst und hinunterschaust, verstehst du sofort, warum.

5. Paradise Bay

Im äußersten Nordwesten, nahe Ċirkewwa, wo die Fähre nach Gozo ablegt. Etwa 30 Minuten von St. Julian's mit dem Auto. Feiner Sand, kristallklares Wasser und eine entspannte Atmosphäre, in der du Einheimische und Touristen gleichermaßen triffst. Perfekt zum Schnorcheln, zum Tagträumen oder einfach zum ersten richtigen Gespräch auf Englisch mit jemandem, den du gerade erst kennengelernt hast.

Wo du auf Malta am besten übernachtest

Auf Malta gibt es nicht den einen perfekten Ort zum Übernachten, sondern den, der zu deiner Reise passt. Hier ein ehrlicher Überblick über die wichtigsten Gegenden für deinen Aufenthalt.

Valletta: Kultur pur

Maltas Hauptstadt ist ein Freilichtmuseum. Die gesamte Altstadt steht auf der UNESCO-Welterbeliste, an jeder Ecke liegt eine andere Epoche. Vom Großmeisterpalast bis zur St. John's Co-Cathedral mit ihren Caravaggio-Gemälden: Wenn dich Geschichte und Architektur reizen, ist Valletta dein Ort. Das Nachtleben ist gehoben, eher Weinbar als Megaclub, und die Anbindung an den Rest der Insel ist hervorragend. Nachteil: Valletta gehört zu den teureren Vierteln Maltas.

Sliema: Die Allrounderin

Direkt an der Küste gegenüber von Valletta, mit einer kilometerlangen Promenade, von der aus du die Hauptstadt im Sonnenuntergang siehst. Sliema ist lebendig, voller Cafés, Shops und Bars, aber nicht so laut wie das benachbarte St. Julian's. Klassische Sandstrände hat Sliema nicht, dafür Felsbademöglichkeiten an der Promenade. Wer eine vielseitige, gut angebundene Basis sucht, liegt hier richtig.

St. Julian's: Das Herz des Geschehens

St. Julian's ist das pulsierende Zentrum der Insel. Tagsüber kannst du an der Strandpromenade entlanglaufen oder mit dem Bus in wenigen Minuten an Strände wie die St. George's Bay fahren. Abends triffst du Leute aus zwanzig Ländern in einer der vielen Bars der Spinola Bay. Im Stadtteil Paceville pulsiert dann das Nachtleben Maltas: Clubs, Pubs und Strandbars in Gehentfernung, oft beschrieben als das maltesische Pendant zu Ibiza oder Mykonos.

Genau hier hat SPRACHCAFFE seine Sprachschule auf Malta platziert. Wer seinen Aufenthalt mit einem Englischkurs verbindet, lernt am Vormittag in einem internationalen Umfeld, springt nachmittags ins Mittelmeer und trifft abends seine neuen Mitschüler aus aller Welt. Eine Kombination aus Urlaub, Sprache und sozialem Leben, die in St. Julian's besonders einfach aufgeht.

Mellieħa: Strand vor der Haustür

Eines der beliebtesten Ziele im Sommer. Hier liegen einige der schönsten Strände Maltas, darunter Mellieħa Bay und Għajn Tuffieħa. Mellieħa ist gleichzeitig eine der günstigeren Gegenden, gut ausgestattet mit Supermärkten und Restaurants, und trotzdem ruhiger als St. Julian's. Wer Strandurlaub will und das Nachtleben gerne mal links liegen lässt, findet hier sein Glück.

Marsaskala und Marsaxlokk: Authentisch und günstig

Im Süden Maltas liegen zwei alte Fischerdörfer, die ihren Charakter bewahrt haben. Marsaskala ist ruhig, hat aber genug Bars und Restaurants für entspannte Abende. Marsaxlokk daneben ist berühmt für seinen Sonntags-Fischmarkt und seine bunten Luzzu-Boote im Hafen, die für viele zum Inbegriff Maltas geworden sind. Hier wohnst du günstig, isst frischen Fisch und erlebst die Insel so, wie sie die Malteser selbst leben. Nachteil: Die Busverbindung in den Norden ist nicht die schnellste, ein Mietwagen hilft.

Eine Insel, die alles auf einmal kann

Malta ist nicht groß, aber sie ist voll. Voller Strände, Geschichten, Geschmäcker und Menschen, die alle hierhergekommen sind, um etwas zu erleben. Du kannst morgens auf einer Klippe sitzen, mittags an einem rötlich-goldenen Strand auf Gozo schwimmen, nachmittags ein Wrack betauchen und abends in Paceville tanzen, bis die Sonne wieder aufgeht.

Das milde Klima, die kurzen Wege und die Tatsache, dass Englisch Amtssprache ist, machen Malta zu einem Reiseziel, das fast alles auf einmal kann. Strandurlaub, Aktivreise, Kulturtrip, oder eine Sprachreise nach Malta, bei der du das Mittelmeer als dein Klassenzimmer nutzt. Du entscheidest, in welcher Mischung.

Pack die Badehose ein. Malta wartet schon.

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