Sprachen auf Malta

Maltesisch, Englisch, Italienisch und ein bisschen Arabisch: Auf Malta begegnen dir gleich mehrere Sprachen, die deinen Urlaub spannender machen, als du denkst.
 

Willkommen auf Malta. Hier prallen Sprachen aufeinander, vermischen sich, leben Seite an Seite. Und genau das macht diese kleine Inselgruppe im Mittelmeer zu einem der spannendsten Orte Europas, um Sprache hautnah zu erleben.

Bevor du deinen Koffer packst, lohnt sich ein kurzer Blick auf das, was dich sprachlich erwartet. Denn wer die Sprachen auf Malta versteht, versteht auch die Insel selbst ein Stück besser.

Welche Sprachen werden auf Malta gesprochen?

Malta hat zwei offizielle Amtssprachen: Maltesisch und Englisch. Beide leben friedlich nebeneinander, im Alltag, in der Schule, in den Medien. Dazu kommt Italienisch, das zwar offiziell nicht mehr als Amtssprache zählt, im Alltag aber omnipräsent ist. Über 40 Prozent der Malteser sprechen es fließend, viele schauen italienisches Fernsehen, lieben italienisches Essen und buchen Wochenendtrips nach Sizilien.

Was das für dich heißt? Du wirst dich auf Malta erstaunlich leicht zurechtfinden. Englisch reicht für jede Situation. Wer ein paar Wörter Maltesisch im Gepäck hat, sammelt Sympathiepunkte. Und wer Italienisch kann, hat oft die schnellste Verbindung zu den Einheimischen.

Englisch auf Malta: Die Weltsprache als Alltag

Wenn du dich fragst, warum die ganze Welt zum Englisch lernen auf Malta kommt, liegt die Antwort in der Geschichte. Malta war von 1800 bis 1964 britische Kolonie. Was die Briten hinterlassen haben, ist nicht nur der Linksverkehr und die roten Telefonzellen, sondern auch eine Sprache, die heute fast jeder auf der Insel beherrscht.

Rund 88 Prozent der Malteser sprechen Englisch, viele davon auf muttersprachlichem Niveau. Schon in der Grundschule lernen Kinder beide Sprachen parallel. In der Universität wird auf Englisch unterrichtet, im Parlament wird auf Englisch debattiert, Verträge und Gesetze sind zweisprachig.

Für dich als Reisende oder Reisenden bedeutet das: Malta ist eines der besten Reiseziele in Europa, um Englisch zu sprechen, ohne ins Schwitzen zu kommen. Bestelle ein Pastizzi auf Englisch, frag im Bus nach dem Weg, halte Smalltalk mit deiner Gastfamilie. Du brauchst keine Hemmungen zu haben, denn alle um dich herum sind es gewohnt, mit Lernenden zu reden.

Maltesisch: Die geheime Hauptsprache der Insel

Auch wenn Englisch überall präsent ist, schlägt das wahre Herz der Insel auf Maltesisch. Die maltesische Sprache, auf der Insel "Malti" genannt, ist die Muttersprache von praktisch 100 Prozent der Bevölkerung. Sie ist Teil der Identität, der Witze auf der Straße, der Lieder im Radio, der Schimpfwörter auf dem Markt.

Und sie ist linguistisch ein kleines Wunder. Maltesisch ist die einzige semitische Sprache der Europäischen Union. Ihre Wurzeln liegen im Arabischen, sie wurde über Jahrhunderte mit sizilianischen, italienischen und englischen Begriffen angereichert, und sie wird in lateinischen Buchstaben geschrieben. Klingt verwirrend? Ist es auch. Aber genau das macht den Reiz aus.

Wenn du auf Malta "Bonġu!" hörst, ist das ein Gruß mit sizilianischer Wurzel. Wenn jemand "Iva" für "Ja" sagt, spürst du das arabische Erbe. Und wenn du den Wochentag "It-Tnejn" für Montag hörst, schwingt darin die ganze Geschichte des Mittelmeers mit.

Italienisch: Der heimliche Dritte im Bund

Sizilien liegt nur knapp 90 Kilometer entfernt. Kein Wunder also, dass Italienisch auf Malta zu Hause ist. Die Ritter des Johanniterordens brachten die Sprache 1530 auf die Insel, und sie hielt sich über Jahrhunderte. Von 1934 bis 1936 war Italienisch sogar offizielle Amtssprache, bis die Briten den Status aus politischen Gründen wieder strichen.

Heute sprechen über 40 Prozent der Malteser Italienisch fließend. Italienisches Fernsehen ist überall, italienische Restaurants prägen die Hauptstraßen, italienische Touristen kommen jedes Wochenende. Wenn du also schon Italienisch sprichst, wirst du auf Malta noch eine ganz andere Tür aufstoßen.

Die Geschichte hinter den Sprachen

Warum spricht man auf Malta gleich drei Sprachen? Die Antwort liegt in 2000 Jahren Geschichte. Phönizier, Römer, Araber, Normannen, Anjou, Aragonier, die Ritter des Johanniterordens, Napoleon, die Briten. Jeder hat seine Spuren hinterlassen, jeder hat ein paar Wörter dagelassen.

Die arabische Phase, die im Jahr 870 begann und mit den Normannen um 1090 endete, prägte das Vokabular am tiefsten. Die italienische Phase brachte Eleganz, Verwaltungswortschatz und die kulturelle Nähe zu Sizilien. Die britische Phase brachte das Schulsystem, die Verwaltung und das Englisch, das du heute überall hörst.

Diese Sprachen sind also keine Touristenkulisse. Sie sind das gelebte Echo einer Insel, die jeder erobern wollte, weil ihre Lage zu strategisch, ihr Hafen zu tief und ihre Sonne zu schön war.

Lohnt sich eine Sprachreise nach Malta?

Kurz gesagt: Ja. Malta gehört zu den beliebtesten Zielen weltweit, um Englisch zu lernen, und das hat mehrere gute Gründe.

Erstens das Klima. Während du im November in München durch Nieselregen läufst, sitzt du auf Malta noch im T-Shirt am Hafen. Zweitens die Atmosphäre. Auf der Insel triffst du Lernende aus Italien, Spanien, Brasilien, Japan, Deutschland. In deinem Kurs sitzen Menschen aus zwanzig Ländern, am Abend essen alle zusammen Pizza am Strand. Drittens die Preise. Englisch lernen auf Malta ist deutlich günstiger als in London oder Dublin, ohne dass die Qualität darunter leidet.

Bei SPRACHCAFFE ist Malta seit Jahrzehnten eines der beliebtesten Reiseziele. Egal ob du als Schüler in den Sommerferien deine Sprachreise nach Malta machst, als junger Erwachsener nach dem Abitur eine Auszeit suchst oder als Berufstätige in 50 Plus deinen Bildungsurlaub mit Sonne und neuen Bekanntschaften verbinden möchtest. Die Mischung aus echtem Sprachunterricht, internationaler Gemeinschaft und mediterraner Lebensfreude macht Malta zu einem Ort, an dem Lernen sich nicht wie Lernen anfühlt.

Maltesisch für Anfänger: 20 Wörter, die du kennen solltest

Du musst kein Maltesisch sprechen, um dich auf Malta wohlzufühlen. Aber ein paar Brocken öffnen Türen, Herzen und manchmal auch das eine oder andere Glas Wein "aufs Haus". Hier sind die wichtigsten Wörter und Redewendungen:

Deutsch Maltesisch
Hallo Hallo
Guten Morgen Bonġu
Gute Nacht Il-lejl it-tajjeb
Auf Wiedersehen Insellimlek / Sahha
Danke Grazzi
Gern geschehen Xejn
Entschuldigung Skużi
Bitte Jekk jogħġbok
Ja Iva
Nein Le
Vielleicht Forsi
Krankenhaus Sptar
Bank Bank
Geschäft Ħanut
Haus Dar
Straße Triq
Wie geht es dir? Kif inti?
Mein Name ist... Jiena jisimni...
Die Rechnung Il-kont
Wie viel? Kemm?

Die Zahlen von 1 bis 10 auf Maltesisch: Wieħed, Tnejn, Tlieta, Erbgħa, Ħamsa, Sitta, Sebgħa, Tmienja, Disgħa, Għaxra.

Die Wochentage auf Maltesisch: It-Tnejn (Montag), It-Tlieta (Dienstag), L-Erbgħa (Mittwoch), Il-Ħamis (Donnerstag), Il-Ġimgħa (Freitag), Is-Sibt (Samstag), Il-Ħadd (Sonntag).

Mehr als nur eine Sprache lernen

Malta ist klein. 316 Quadratkilometer, gut eine halbe Million Einwohner, drei bewohnte Inseln. Aber sprachlich ist Malta riesig. Hier hörst du in einem einzigen Café drei Sprachen, drei Akzente, drei Kulturen. Wer Malta versteht, versteht, wie Europa eigentlich klingt: bunt, verschachtelt, neugierig aufeinander.

Wenn du also über deine nächste Reise nachdenkst, denk an Malta. Pack ein paar Sätze Maltesisch ein, vertrau auf dein Englisch, lass dich von der italienischen Lebensfreude tragen. Du wirst nicht nur mit einer besseren Aussprache nach Hause kommen, sondern mit einem Notizbuch voller Geschichten, einer Handvoll neuer Freunde aus aller Welt und der leisen Gewissheit, dass du dort noch nicht fertig warst.

Malta ruft. Auf gleich drei Sprachen.

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