Blaue Lagune Malta: So kommst du hin

Malta ist nicht eine Insel, sondern ein ganzer Archipel. Neben der Hauptinsel gehören Gozo und das winzige Comino dazu. Und auf Comino befindet sich einer der schönsten Strände Maltas: die Blaue Lagune. Das Wasser ist so klar, dass man den Grund auch aus mehreren Metern Tiefe sehen kann, die Farben wechseln von Türkis zu Smaragd, und das Ganze wirkt weniger wie ein klassischer Strand als wie ein natürlicher Swimmingpool, abgeschirmt von der offenen See. Kein Wunder, dass die Blaue Lagune Malta auf jeder Reiseliste ganz oben steht.Aber wie kommt man dorthin? Und was erwartet einen wirklich? Hier ist alles, was du wissen musst.

Was ist die Blaue Lagune eigentlich?

Genau genommen ist die Blaue Lagune kein Strand im klassischen Sinne, sondern eine Bucht an der Westküste Cominos. Das Wasser ist so ruhig und abgeschlossen, dass man problemlos stundenlang darin schwimmen kann, ohne sich ums offene Meer sorgen zu müssen.

Der Malta Strand an der Blauen Lagune hat zwei Seiten. Die eine ist mit Liegestühlen und Sonnenschirmen ausgestattet, dazu Kioske mit Snacks und Getränken. Die andere Seite, auf der kleinen Nachbarinsel Cominotto, ist deutlich ursprünglicher. Dorthin kommt man mit einem Boot für etwa 5 Euro, und wer Ruhe sucht, ist dort besser aufgehoben.

Ein Wort zur Erwartungshaltung: Die Blaue Lagune Malta ist beliebt. Sehr beliebt. In der Hauptsaison (Juli und August) ist der Bereich mit den Liegen und Sonnenschirmen schnell ausgebucht, und es kann eng werden. Wer mit kleinen Kindern reist, sollte das einkalkulieren. Früh ankommen (oder nach 16 Uhr, wenn die ersten Besucher wieder abreisen) macht den Unterschied.

Was kosten Liegestuhl und Sonnenschirm?

Wer einen Platz ergattert: Aktuelle Preise liegen bei rund 10 Euro für Liegestuhl und Sonnenschirm zusammen. Die genauen Tarife können je nach Saison leicht variieren, also am besten direkt vor Ort nachfragen. Für zwei Personen ist das dennoch ein fairer Preis für einen der schönsten Strände Maltas.

Mit der Fähre zu Maltas Blauer Lagune

Der einfachste Weg nach Comino Malta ist die Fähre. Abfahrtspunkte gibt es an mehreren Stellen auf der Hauptinsel: in Sliema (nahe St. Julian's und Valletta), in Bugibba im Nordosten sowie in Cirkewwa im Norden. Von Cirkewwa fahren Fähren etwa alle 30 bis 45 Minuten ab, und der Anlegesteg auf Comino liegt direkt an der Lagune. Wer von Bord geht, ist sofort am Ziel.

Die Fahrtzeit beträgt auf dem Hinweg rund 20 bis 25 Minuten. Die Malta Fähre zurück dauert etwas länger, da das Boot einen Bogen an den Comino-Höhlen vorbeimacht. Das ist kein Nachteil, sondern ein kleiner Bonus.

Fahrpreise ab Cirkewwa: ab 13 Euro pro Person für die Hin- und Rückfahrt, je nach Anbieter. Kinder fahren günstiger. Da es zwei konkurrierende Fähranbieter am Terminal gibt (Comino Ferries Co-Op und Ebsons Comino Ferries), lohnt sich ein kurzer Preisvergleich direkt vor Ort. Wer online bucht, kann ebenfalls sparen.

Malta Bootstour zur Blauen Lagune: die entspanntere Alternative

Wer nicht nur ankommen, sondern unterwegs sein möchte, bucht eine organisierte Malta Bootstour zur Blauen Lagune. Mehrere Anbieter fahren täglich von verschiedenen Punkten aus nach Comino, oft inklusive Mittagessen und Getränken. Der Haken: Man ist an den Zeitplan des Anbieters gebunden, in der Regel Abfahrt um 10 Uhr, Rückkehr um 17 bis 18 Uhr.

Die wichtigsten Optionen:

Ab Bugibba ab ca. 25 bis 30 Euro (Erwachsene), inklusive Hin- und Rückfahrt sowie Verpflegung. Anbieter wie Sea Adventures haben Boote mit Unterwasserluken, durch die man während der Fahrt den Meeresboden beobachten kann. Tickets am Pier oder im Voraus erhältlich.

Ab Sliema ca. 25 bis 35 Euro (Erwachsene). Die Fahrtzeit ist etwas länger, da Sliema weiter von Comino entfernt liegt. Einen seriösen Anbieter zu wählen lohnt sich hier besonders.

Ab Valletta über Gozo: Wer Zeit und Abenteuerlust mitbringt, nimmt die Fähre nach Gozo, erkundet die Insel kurz und setzt dann von dort nach Comino über. Ein Ausflug im Ausflug. Für Familien mit kleinen Kindern oder alle, die es entspannter angehen möchten, ist das aber möglicherweise etwas viel auf einmal.

Fähre oder organisierte Tour?

  Fähre Bootsausflug
Preis ab ca. 13 Euro (Hin- und Rückfahrt) ab ca. 25 Euro
Flexibilität Hoch (alle 30-45 Min. ab Cirkewwa) Gering (fester Zeitplan)
Extras Höhlenbesuch auf der Rückfahrt inklusive Oft Mittagessen und Getränke dabei
Besonderheit Anlegestelle direkt an der Lagune Stopps an nur mit Boot erreichbaren Orten möglich

Lohnt sich die Blaue Lagune Malta wirklich?

Ehrlich gesagt: ja, aber mit realistischen Erwartungen. Die Blaue Lagune auf Comino Malta ist wunderschön, das Wasser außergewöhnlich klar, und der Ort einzigartig. Gleichzeitig ist der Strand schmal, der Untergrund überwiegend felsig, und in der Hochsaison ist es eng. Wer klassische Sandstrände und Ruhe sucht, könnte auf anderen maltesischen Inseln besser aufgehoben sein.

Wer den Andrang umgehen möchte, hat eine einfache Möglichkeit: die andere Seite der Lagune. Für 5 Euro kommt man auf die Insel Cominotto, wo es deutlich ruhiger ist. Manche packen sogar eine aufblasbare Matratze und ihre Sachen in einen wasserdichten Sack und schwimmen die 150 bis 200 Meter hinüber. Klingt gewagt, funktioniert aber problemlos, wenn man etwas abenteuerlustiger ist.

Insider-Tipps für deinen Besuch

  • Wasserschuhe einpacken. Die Felsen rund um die Blaue Lagune Malta sind scharfkantig, Flip-Flops reichen dort nicht aus, besonders wenn du die Klippen erkunden möchtest.
  • Bargeld mitbringen. Malta Fähre, Liegestühle und die meisten Stände auf Comino akzeptieren keine Karten.
  • Eigenes Essen einpacken. Die Imbisswagen an der Lagune sind teuer. Ein selbst mitgebrachtes Mittagessen ist die bessere Wahl.
  • Wer mit dem Bus nach Cirkewwa fährt, sollte dem Fahrer rechtzeitig ein Zeichen geben, wenn sich die Haltestelle nähert.
  • Auf Comino gibt es übrigens mehr zu entdecken als nur die Blaue Lagune: Die Crystal Lagoon eignet sich hervorragend zum Schnorcheln, die Santa Marija Bay ist ruhiger und sandiger, und der Turm Santa Marija ist ein lohnenswertes historisches Ausflugsziel, vor allem im Winter, wenn die Insel deutlich weniger besucht ist.
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