Das Englische steckt voller Idioms, also fester Wendungen mit bildhafter Bedeutung, die sich nicht aus den einzelnen Wörtern erschließen lässt. Sie überraschen Lernende immer wieder. Wer sie sicher einsetzt, zeigt damit aber auch, dass er die Sprache wirklich beherrscht. In diesem Ratgeber erfährst du, was Idioms sind. Außerdem findest du eine Liste beliebter englischer Redewendungen aus der ganzen englischsprachigen Welt, jeweils mit Bedeutung und Beispiel, damit du sie gleich im Gespräch ausprobieren kannst.
Englische Idiome & Beispiele
Was sind englische Idioms?
Ein englisches Idiom ist eine feste Wendung mit bildhafter oder übertragener Bedeutung, die vom wörtlichen Sinn ihrer Wörter abweicht.
Idioms drücken Gedanken und Gefühle anschaulich und oft farbenfroh aus. Sie sind eng mit der Kultur und Geschichte einer Sprache verbunden.
Weil man sie nicht Wort für Wort übersetzen kann, sorgen sie bei Nicht-Muttersprachlern oft für Verwirrung. "To break a leg", "to kick the bucket" und "it's raining cats and dogs" ergeben wörtlich genommen keinen Sinn, genauso wenig wie unser "Hals- und Beinbruch". Genau deshalb findest du zu jeder Redewendung unten eine Erklärung auf Deutsch.
Idioms in der englischsprachigen Welt
Englisch stammt aus England. Durch jahrhundertelangen Kontakt und Besiedlung hat es sich aber weltweit in eigene Varianten aufgefächert, und das zeigt sich auch in den Redewendungen.
In Großbritannien sagt man etwa "Bob's your uncle" oder "the bee's knees". In den USA heißt es "burning the midnight oil" und "hit the hay", in Australien "no worries" und "flat out like a lizard drinking".
Amerikanisches, australisches und kanadisches Englisch sind dieselbe Sprache. Sie unterscheiden sich aber in Wortschatz, Satzbau und Aussprache, ganz ähnlich wie das Deutsche in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Redewendungen tragen viel zum jeweils eigenen Charakter bei.
Britische Redewendungen
Einige der beliebtesten Ausdrücke aus Großbritannien:
| Idiom | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Bob's your uncle | Und fertig ist die Laube; Problem gelöst | Add the ingredients, bake for an hour, and Bob's your uncle. |
| The bee's knees | Etwas ganz Hervorragendes, das Nonplusultra | That vintage car is the bee's knees. |
| Donkey's years | Eine halbe Ewigkeit | I haven't been to the seaside in donkey's years. |
| Blow a raspberry | Mit der Zunge zwischen den Lippen ein abfälliges, prustendes Geräusch machen | He blew a raspberry to show what he thought of the idea. |
| Cost an arm and a leg | Sündhaft teuer sein, ein Vermögen kosten | A new phone would cost an arm and a leg. |
| In a pickle | In der Klemme stecken | When the car broke down miles from anywhere, we were in a pickle. |
| Keep a stiff upper lip | Auch in schwierigen Zeiten Haltung bewahren | Despite the setbacks, she kept a stiff upper lip. |
| Not my cup of tea | Nicht mein Ding | Horror films are not my cup of tea. |
| Chin up | Kopf hoch! Eine Aufmunterung | Chin up, things will get better. |
Sprachreise England: Englisch lernen, wo es zu Hause ist
Amerikanische Redewendungen
Gängige Ausdrücke aus den USA:
| Idiom | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Burn the midnight oil | Bis spät in die Nacht arbeiten | He burnt the midnight oil to finish the report. |
| A piece of cake | Ganz leicht, ein Kinderspiel | Don't worry, the test was a piece of cake. |
| Hit the hay | Ins Bett gehen, sich aufs Ohr hauen | After a long day, I just want to hit the hay. |
| Break a leg | Viel Glück (besonders am Theater), vergleichbar mit "toi, toi, toi" | Before the audition, the director said, "Break a leg." |
| Bite the bullet | In den sauren Apfel beißen | She bit the bullet and apologised. |
| On cloud nine | Überglücklich; im Deutschen schwebt man "auf Wolke sieben" | She was on cloud nine after the good news. |
| Kick the bucket | Sterben, den Löffel abgeben (umgangssprachlich) | The old car has finally kicked the bucket. |
| Jump the gun | Voreilig handeln, vorpreschen | Don't jump the gun, wait for the announcement. |
| A dime a dozen | Alltäglich, gibt es wie Sand am Meer | Cheap sunglasses like these are a dime a dozen. |
| Don't count your chickens before they hatch | Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben | We shouldn't count our chickens before they hatch. |
Australische Redewendungen
Australien hat einige der farbenfrohsten Ausdrücke überhaupt:
| Idiom | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| No worries | Kein Problem, gern geschehen | "Thanks for the lift." "No worries." |
| Flat out like a lizard drinking | Total im Stress, mit Vollgas beschäftigt | I've been flat out like a lizard drinking all day. |
| A few sandwiches short of a picnic | Nicht die hellste Kerze auf der Torte | Nice enough, but he's a few sandwiches short of a picnic. |
| Fair dinkum | Echt, wirklich wahr | Is that fair dinkum, or are you pulling my leg? |
| Chuck a U-ey | Wenden, eine Kehrtwende machen | I missed the turning, so I chucked a U-ey. |
| The bush telegraph | Der "Buschfunk": wie sich Neuigkeiten auf dem Land herumsprechen | News travels fast out here thanks to the bush telegraph. |
| Spit the dummy | Einen Wutanfall bekommen (wörtlich: den Schnuller ausspucken) | He spat the dummy when he lost. |
| She'll be right | Das wird schon, keine Sorge | Don't stress about it, she'll be right. |
| Up a gum tree | Aufgeschmissen sein | Without a map, we were up a gum tree. |
Redewendungen aus der ganzen englischsprachigen Welt
Zum Schluss noch ein paar Redewendungen und englische Sprichwörter mit Bedeutung und Herkunft:
| Idiom | Bedeutung | Herkunft |
|---|---|---|
| That's how the cookie crumbles | So ist das Leben eben | USA |
| Throw the baby out with the bathwater | Das Kind mit dem Bade ausschütten | Englisch (nach einem deutschen Sprichwort) |
| When pigs fly | Am Sankt-Nimmerleinstag, also nie | Großbritannien |
| Don't cry over spilt milk | Was passiert ist, ist passiert; sich nicht über Unabänderliches grämen | Großbritannien |
| Nothing to sneeze at | Nicht zu verachten | USA |
| Being salty | Beleidigt oder verbittert sein, besonders nach einer Niederlage (umgangssprachlich) | USA |
| Don't teach your granny to suck eggs | Jemandem mit mehr Erfahrung keine Ratschläge erteilen; das Ei will klüger sein als die Henne | Schottland |
| As rare as rocking horse droppings | Extrem selten, so selten wie ein weißer Rabe | Großbritannien und Australien |
Englische Redewendungen lernen: So klappt's
Redewendungen bleiben am besten im Kontext hängen. Lerne sie deshalb in kleinen Portionen und wende sie schnell an. Notiere dir neue Idioms, sobald sie dir in Filmen, Songs oder Gesprächen begegnen. Präge dir die Bedeutung und ein natürliches Beispiel ein, und probiere sie dann selbst aus.
Achte dabei auf das Sprachregister, denn viele Idioms gehören eher zur englischen Umgangssprache. Achte auch auf die Sprachvariante: Ein Ausdruck, der in Australien ganz normal ist, kann in Großbritannien für fragende Blicke sorgen.
Am schnellsten lernst du englische Redewendungen im Alltag, also dort, wo die Sprache gelebt wird. Genau das bietet dir ein Sprachkurs mit SPRACHCAFFE.
Fazit
Idioms sind feste, bildhafte Ausdrücke und geben dem Englischen viel von seiner Farbe. Das reicht von britischen Klassikern (Bob's your uncle, the bee's knees) über amerikanische (a piece of cake, on cloud nine) bis zu australischen (no worries, fair dinkum) und vielen mehr.
Wörtlich übersetzen lassen sie sich nicht. Lerne deshalb jede Redewendung mit Bedeutung und Beispiel, achte auf das Register und nutze sie im echten Gespräch.
Dann klingt dein Englisch spürbar natürlicher, erst recht nach einer Zeit im Ausland mit SPRACHCAFFE.
FAQ
Ein Idiom ist eine feste Wendung, deren übertragene Bedeutung vom wörtlichen Sinn ihrer Wörter abweicht. Ein Beispiel ist "break the ice": Gemeint ist, die Anspannung zu lösen, nicht, etwas zu zerbrechen. Genauso ist es beim deutschen "das Eis brechen".
Sie begegnen dir überall in der gesprochenen Sprache und sind ein klares Zeichen für fließendes Englisch, sobald du sie sicher einsetzt. Außerdem brauchst du sie, um Filmen, Gesprächen und Nachrichten folgen zu können.
Nur wenige auf einmal. Lerne sie in Beispielsätzen statt als Liste und wende sie bald danach an. Wenn du mit den gängigsten beginnst, siehst du am schnellsten Erfolge.
Ja. Viele sind in beiden Varianten gleich, manche Idioms und ihre Formulierung unterscheiden sich aber. Es lohnt sich also, darauf zu achten, was dort üblich ist, wo du dein Englisch nutzen möchtest.
Lebendig werden Idioms im Gespräch. Wenn du Englisch im Ausland lernst, bist du bei einem Sprachkurs jeden Tag mittendrin.