Die ersten Bewohner wanderten bereits um 3500 v. Chr. nach Kuba ein und kamen aus Südamerika.
Nachdem Kolumbus Kuba 1492 entdeckt hatte, eroberte die spanische Krone die Insel. Tausende Indigene starben in Kriegen mit den Spaniern und an den von den Europäern eingeschleppten Krankheiten. Die Zahl der indigenen Bevölkerung sank auf etwa 5.000. Daher wurden afrikanische Sklaven ins Land gebracht, um auf den Rinderfarmen und in der Lederproduktion zu arbeiten.
Im 18. Jahrhundert besetzten britische Truppen die Insel und brachten weitere Zwangsarbeiter aus Afrika für den Anbau auf den Zuckerrohrplantagen. Bis 1820 war Kuba der größte Zuckerproduzent der Welt.
Im Krieg gegen die USA verlor Spanien 1898 seine Vorherrschaft über Kuba. Kuba erlangte Anfang des 20. Jahrhunderts seine Unabhängigkeit, unterstand aber weiterhin der US-amerikanischen Militärverwaltung. Der erste Präsident der Republik Kuba war Tomás Estrada Palma.
1940 wurde Fulgencio Batista Präsident. Der Diktator erlangte die vollständige Unabhängigkeit Kubas von den USA. Mit einem Aufstand übernahm der Revolutionsführer Fidel Castro 1959 das Amt des Ministerpräsidenten. Eine Land- und Agrarreform wurde eingeführt und privater Grundbesitz damit verstaatlicht. Daraufhin verhängten die USA ein Handelsembargo gegen Kuba. Trotz erheblicher Hilfe aus Russland wurde Kubas Wirtschaft mit dem Ende der Sowjetunion schwer geschädigt.
Der Tourismus gewann auf Kuba immer mehr an Bedeutung. 1998 besuchte Papst Johannes Paul II. die Insel. 2008 übergab Präsident Fidel Castro, der seit 1976 an der Macht war, sein Amt an seinen Bruder Raúl Castro.